Entlang der niederländisch-deutschen Grenze liegen einzigartige Hochmoorgebiete, die ökologisch von großem Wert sind: das Witte Veen–Witte Venn, das Haaksbergerveen–Ammeloer Venn, das Leemputten–Zwillbrocker Venn und das Wooldse Veen–Burlo-Vardingholter Venn/Entenschlatt. Diese vier Grenzmoore bilden ein zusammenhängendes landschaftliches und ökologisches System, das über die nationalen Grenzen hinausreicht. Sie beherbergen seltene Tierarten, erbringen wichtige Ökosystemleistungen wie Wasserrückhaltung und Kohlenstoffspeicherung und sind für das Naturerlebnis von großer Bedeutung.
Die Qualität und Widerstandsfähigkeit dieser Moore sind jedoch bedroht. Austrocknung, Stickstoffbelastung, Fragmentierung der Gestaltung, Wiederherstellung und Bewirtschaftung sowie unzureichende Abstimmung über die Grenze hinweg behindern den nachhaltigen Fortbestand. Obwohl auf beiden Seiten der Grenze Wiederherstellungsmaßnahmen durchgeführt werden, mangelt es oft an struktureller Zusammenarbeit, Wissensaustausch und gemeinsamer Planung.
Mit diesem Interreg-Projekt wollen niederländische und deutsche Behörden und Landbewirtschafter gemeinsam eine integrale Moorrenaturierung angehen. Durch gemeinsame Gebietsanalysen, die Schaffung der Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Wiederherstellungsmaßnahmen, die Harmonisierung der Monitoringmaßnahmen und die Stärkung der Kommunikation und Zusammenarbeit wird ein wichtiger Schritt in Richtung widerstandsfähiger grenzüberschreitender Moorlandschaften getan. Die Zusammenarbeit trägt nicht nur zur Erreichung von Natur- und Klimazielen bei, sondern fördert auch das grenzüberschreitende Vertrauen und die administrative Verbindung zwischen beiden Ländern.















