Um die Sicherheit in der Lebensmittelkette zu gewährleisten, müssen Unternehmen im Produktionsprozess die Anwesenheit schädlicher Bakterien überwachen. Mikrobiologische Lebensmitteltests sind entscheidend, um lebensmittelbedingte Erkrankungen zu vermeiden, den Ruf einer Marke zu schützen, gesetzliche Vorschriften einzuhalten und die Produktqualität zu zu sichern. Lebensmittelsicherheit spielt insbesondere im internationalen Lebensmittelhandel eine wichtige Rolle. Die niederländischen Agrarexporte wachsen kontinuierlich und werden durch wichtige Partner innerhalb der EU unterstützt – mit Deutschland als Hauptabnehmer. Diese wirtschaftlichen Aktivitäten werden gestärkt durch den Nachweis optimaler mikrobiologischer Sicherheit.
Aktuelle Methoden zur Bakterienerkennung benötigen oft lange Zeit bis zum Ergebnis (z. B. ca. 72 Stunden bei Plattentests), was schnelle Entscheidungen im Falle einer Kontamination erschwert. Selbst spezialisierte Verfahren haben Nachteile, etwa die fehlende Unterscheidung zwischen lebenden und toten Mikroorganismen. Müssen Produkte auf verschiedene Kontaminanten getestet werden, verschärfen sich diese Herausforderungen . Das BactScan-Projekt will dieses Problem durch die Entwicklung eines Echtzeit-Monitoring-Tools zur gleichzeitigen Erkennung mehrerer Bakterien lösen. Dieses Tool wird in der Praxis bei regionalen Unternehmen getestet, die Endnutzer in der Lebensmittelindustrie sind (Bauer Funken GmbH & Co., Wijngoed Havelte B.V. und Reestlandhoeve B.V.). In dem multidisziplinären Projekt kommen Sensordesign (Maastricht University), Datenanalyse, Softwareentwicklung (ARKONI B.V. und Yookr B.V.) und Markteinführung (Hochschule Niederrhein und Brightlands Campus Greenport Venlo B.V.) zusammen.















