AI-HAND ist ein grenzüberschreitendes Forschungs- und Innovationsprojekt im Interreg-Programmgebiet Deutschland–Niederlande zur evidenzbasierten Verbesserung der häuslichen Handrehabilitation nach traumatischen Verletzungen sowie bei chronischen Funktionseinschränkungen. Ziel ist es, ein sicheres und klinisch anschlussfähiges System zu entwickeln und zu validieren, das Patienten ein hochfrequentes, strukturiertes Training zu Hause ermöglicht und gleichzeitig die Qualität der Übungsausführung objektiv überprüfbar macht.
Im Zentrum steht ein integrierter „Closed-Loop“-Ansatz: Eine konversationsbasierte KI unterstützt die Durchführung protokollbasierter Übungsprogramme, erläutert Therapieziele, erinnert an Trainingspläne und reagiert regelbasiert auf Warnsignale. Parallel erfasst eine laptopbasierte Computer-Vision die Hand- und Fingerbewegungen in Echtzeit, leitet klinisch interpretierbare kinematische Parameter ab und identifiziert Fehl- und Kompensationsmuster, um unmittelbares, qualitätsgesichertes Feedback zu ermöglichen. Wo medizinisch sinnvoll, wird ergänzend ein verfügbarer Assistenzhandschuh konservativ integriert, um assistiv-aktive Bewegungen zu unterstützen; ein optionales VR-Modul kann aufgabenorientierte Übungsszenarien und Motivation stärken.
Als Ergebnisse entstehen ein implementierbarer Prototyp mit praxisnaher Reife im Bereich TRL 6–7 aufbauend auf einem Entwicklungsstand von TRL 3, harmonisierte Evaluations- und Outcome-Standards für die grenzüberschreitende Anwendung sowie automatisierte, mehrsprachige Trainings- und Verlaufsberichte zur Unterstützung von Therapeuten, Ärzten und Fallmanagement. Damit schafft AI-HAND die Grundlage für Skalierung, Transfer in die Regelversorgung und verbesserte Return-to-Work-Pfade.















