

{"id":44074,"date":"2026-06-08T16:21:36","date_gmt":"2026-06-08T15:21:36","guid":{"rendered":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/?p=44074"},"modified":"2026-06-08T16:21:50","modified_gmt":"2026-06-08T15:21:50","slug":"breite-grenzuebergreifende-zusammenarbeit-in-neuen-interreg-projekten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/breite-grenzuebergreifende-zusammenarbeit-in-neuen-interreg-projekten\/","title":{"rendered":"Breite grenz\u00fcbergreifende Zusammenarbeit in neuen Interreg-Projekten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte Woche, am 1. Juni 2026, sind f\u00fcnf neue Interreg-Projekte zur St\u00e4rkung der Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederl\u00e4ndischen Partnern in der Region Rhein-Waal gestartet! Diese Partner lassen sich nicht von einer Landesgrenze aufhalten und sehen die Unterschiede zwischen den L\u00e4ndern als Chance f\u00fcr Begegnungen, Wissensaustausch und die Entwicklung von Technologien, die beiden L\u00e4ndern zugutekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Effektive Planung von Gr\u00fcnfl\u00e4chen in St\u00e4dten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine dieser Technologien wird im Projekt \u201eSt\u00e4dtisches Gr\u00fcn\u201c entwickelt. Die Niederlande und Deutschland haben aufgrund von Urbanisierung und Klimawandel mit D\u00fcrre, \u00dcberschwemmungen, Hitzestress, verminderter Biodiversit\u00e4t sowie Sch\u00e4den an Wirtschaft und Lebensumfeld zu k\u00e4mpfen. \u00d6ffentliche Gr\u00fcnfl\u00e4chen k\u00f6nnen diese Probleme erheblich mindern und gleichzeitig das Wohlbefinden und den sozialen Zusammenhalt f\u00f6rdern. Wichtig ist, dass bei der Anlage und Pflege die Wasserwirtschaft, die Biodiversit\u00e4t und die Klimaanpassung ber\u00fccksichtigt werden. Zu diesem Zweck wird ein deutsch-niederl\u00e4ndisches Konsortium aus KMU, Wissensinstitutionen und lokalen Beh\u00f6rden L\u00f6sungen f\u00fcr die Erfassung, Echtzeit\u00fcberwachung und Planung von Gr\u00fcnprojekten entwickeln, einschlie\u00dflich realistischer Berechnungen der zu erwartenden Auswirkungen. Damit wird das Projekt die L\u00fccke zwischen dem Potenzial und der Praxis \u00f6ffentlicher Gr\u00fcnfl\u00e4chen schlie\u00dfen, wodurch die niederl\u00e4ndischen und deutschen Innenst\u00e4dte gr\u00fcner und lebenswerter werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Innovation f\u00fcr die Ausbildung gegen geschlechtsspezifische Ungleichheiten im Gesundheitswesen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gesundheitswesen bestehen unabh\u00e4ngig vom Land geschlechtsspezifische Unterschiede, wodurch insbesondere Frauen mit falschen oder verz\u00f6gerten Diagnosen und vermehrten Nebenwirkungen von Medikamenten konfrontiert sind. Dieses Problem beginnt bereits an der Basis in der medizinischen Ausbildung, da es bislang keinen systematischen Ansatz f\u00fcr geschlechtssensible Diagnostik gibt. Hier will das Projekt \u201eGENderMed-AI\u201c durch eine Kombination aus Technologie und Wissen Abhilfe schaffen. Durch die Entwicklung einer KI-gest\u00fctzten, mehrsprachigen Lernumgebung mit synthetischen Konsultationsszenarien werden angehende Mediziner*innen f\u00fcr diese Unterschiede sensibilisiert. Die Teilnehmer trainieren reflektiertes klinisches Denken und den bewussten Umgang mit Vorurteilen. Durch die gemeinsame Entwicklung entsteht ein grenz\u00fcbergreifender Referenzrahmen f\u00fcr geschlechtssensible medizinische Ausbildungen, der die Qualit\u00e4t der Versorgung st\u00e4rkt und zur Verringerung geschlechtsspezifischer gesundheitlicher Ungleichheiten in der Grenzregion beitr\u00e4gt. An dem Projekt sind verschiedene Universit\u00e4tskliniken, weitere Experten aus dem Gesundheitswesen und Entwicklungsunternehmen beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Entwicklungen im Sicherheitssektor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sicherheitspolitischen und geopolitischen Entwicklungen in Europa f\u00fchren sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden zu stark steigenden Investitionen im Verteidigungsbereich. Aufgrund mangelnder Transparenz, begrenzter Netzwerke und nationaler Fragmentierung haben viele regionale KMU Schwierigkeiten, Zugang zu diesem wachsenden Markt zu erhalten. Dadurch gehen wirtschaftliche Chancen verloren, obwohl gerade die Grenzregion \u00fcber komplement\u00e4re St\u00e4rken in den Bereichen Elektronik, Sensorik, Software, Werkstoffe und Systemintegration verf\u00fcgt. Das Projekt \u201eSAFE\u201c geht diese Herausforderung direkt an, indem es die industriellen Kapazit\u00e4ten beider L\u00e4nder durch Unternehmensbesuche, Fallstudien, Screenings und eine digitale Kompetenzplattform systematisch sichtbar und vergleichbar macht. Zudem wird eine Toolbox mit konkreter Unterst\u00fctzung in Bezug auf technologische Anforderungen, Vorschriften und Kooperationsm\u00f6glichkeiten entwickelt. Diese Aktivit\u00e4ten werden von deutschen und niederl\u00e4ndischen Entwicklungsgesellschaften mit einem gro\u00dfen Netzwerk in der Grenzregion umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mehr Wasserstoffm\u00f6glichkeiten f\u00fcr KMU<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt \u201eH2Business\u201c zielt auch darauf ab, KMU zu st\u00e4rken, insbesondere energieintensive KMU, die mit politischem Druck zur Nachhaltigkeit, Netzengp\u00e4ssen oder steigenden Energiekosten konfrontiert sind. Nicht f\u00fcr alle Unternehmen ist die Elektrifizierung oder der Anschluss an das nationale Wasserstoffnetz eine realisierbare Alternative. Ziel des Projekts ist es, diesen Unternehmen Chancen im Bereich Wasserstoff aufzuzeigen, indem konkrete Wasserstoffoptionen analysiert und praktisch validiert werden. KMU k\u00f6nnen sich an einem kleineren grenz\u00fcbergreifenden Konsortium beteiligen, um Machbarkeitsanalysen, technische Validierungen und Entwicklungsprojekte durchzuf\u00fchren. Die Projektpartner, darunter Hochschulen, regionale Entwicklungsgesellschaften und Experten auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologien, werden KMU u.a. bei der Suche nach geeigneten Partnern jenseits der Grenze unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Austausch f\u00fcr einen Theaterkorridor ohne Grenzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Projekt \u201eCORE\u201c stehen nicht KMU im Mittelpunkt, sondern kulturelle Einrichtungen. Vier unabh\u00e4ngige Produktionsh\u00e4user aus Arnheim, Groningen, M\u00fcnster und D\u00fcsseldorf schlie\u00dfen sich zu einer gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft zusammen. Als freie Produktionsh\u00e4user arbeiten sie mit Theatermachern und Kollektiven zusammen, die als kleine Kulturunternehmen agieren: mobil, (inter)national ausgerichtet und daran gew\u00f6hnt, in unterschiedlichen Kontexten zu arbeiten. Um die grenz\u00fcbersteigende Zusammenarbeit und Produktion zukunftsf\u00e4hig zu st\u00e4rken, wird ein intensiver Wissensaustausch stattfinden, durch den Arbeitsweisen und Publikumsstrategien beider L\u00e4nder kombiniert werden. Zudem werden in deutsch-niederl\u00e4ndischen Tandems von Kunstschaffenden Workshops besucht und ganze Theaterproduktionen auf die Beine gestellt, die auch vor Publikum in der Grenzregion aufgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Projekte rund um Wasserwirtschaft und inklusive Fahrradmobilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits im Mai 2026 starteten die beiden Projekte \u201eDer Rhein Bewegt\u201c und \u201eFITS\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Projekt \u201eDer Rhein Bewegt\u201c arbeiten deutsche und niederl\u00e4ndische Beh\u00f6rden gemeinsam an der \u00dcberwachung von Sedimenten und Plastik im und auf dem Grund des Rheins in der Grenzregion. Beh\u00f6rden auf beiden Seiten der Grenze betreiben ein intensives Sedimentmanagement mit Blick auf Hochwassersicherheit, Wasserqualit\u00e4t, Klimaanpassung, Natur, Schiffbarkeit und andere Nutzungsfunktionen. Bestehende Methoden werden evaluiert, verbessert und harmonisiert. Zudem wird an innovativen Methoden mit neuen bild-, ton- und KI-basierten Techniken gearbeitet. Am Ende des Projekts werden gemeinsame \u00dcberwachungsstrategien f\u00fcr Sedimente und Plastik erstellt, und die Partner unterzeichnen eine Vereinbarung, mit der sie die Anwendung der gemeinsamen Strategien best\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt \u201eFITS\u201c konzentriert sich auf Inklusion im Bereich der Mobilit\u00e4tsdienste. Neue, angepasste Fahrzeuge wie Dreir\u00e4der, Rikschas, Rollstuhltransportr\u00e4der und Tandems sollen \u00e4lteren Menschen und Menschen mit eingeschr\u00e4nkter Mobilit\u00e4t helfen, weiterhin Fahrrad zu fahren. Diese Optionen sind jedoch teuer, ben\u00f6tigen viel Stauraum und sind in den derzeitigen Fahrradverleihsystemen nicht verf\u00fcgbar. Dadurch fallen viele Menschen aus dem Mobilit\u00e4tsangebot heraus, was zu sozialer Ausgrenzung und einer Einschr\u00e4nkung der pers\u00f6nlichen Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fchrt. Das Projekt will dies \u00e4ndern und wird selbst angepasste Fahrr\u00e4der in neue Mobilit\u00e4tsdienste integrieren, die anschlie\u00dfend an verschiedenen Orten in der Grenzregion getestet werden. Zu diesem Zweck wurde eine Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen, Kommunen, (sozialen) Mobilit\u00e4tsanbietern, Forschungseinrichtungen und Herstellern von angepassten Fahrr\u00e4dern ins Leben gerufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen dieser Projekte werden von Interreg Deutschland-Nederland und den teilnehmenden Organisationen gemeinsam mehr als 22 Millionen Euro in die Region investiert. Die Projekte werden von der Europ\u00e4ischen Union sowie nationalen und regionalen Beh\u00f6rden kofinanziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche, am 1. 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