

{"id":41182,"date":"2024-07-25T18:49:17","date_gmt":"2024-07-25T15:49:17","guid":{"rendered":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/?p=41182"},"modified":"2024-07-26T10:54:42","modified_gmt":"2024-07-26T07:54:42","slug":"neue-europaeische-foerderung-zusammenarbeit-bei-der-bewaeltigung-von-duerren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/neue-europaeische-foerderung-zusammenarbeit-bei-der-bewaeltigung-von-duerren\/","title":{"rendered":"Zusammenarbeit bei der Bew\u00e4ltigung von D\u00fcrren"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mai wurde im Programmweiten Lenkungsausschuss des Interreg-Programms Deutschland-Nederland ein neues grenz\u00fcberschreitendes strategisches Projekt von mehreren deutschen und niederl\u00e4ndischen Instanzen genehmigt. Das regionale Programmmanagement hat die Projektpartner bis zur Einreichung des Antrags begleitet. Das Projekt mit dem Namen &#8220;DIWA&#8220; konzentriert sich auf die Entwicklung eines grenz\u00fcberschreitenden Ansatzes zur Bew\u00e4ltigung von D\u00fcrren. Durch den Klimawandel werden D\u00fcrren zunehmend zu einer Bedrohung f\u00fcr beide L\u00e4nder. Es handelt sich dabei um ein Problem, das nicht an der Grenze Halt macht. Vielmehr haben gerade die trockenen Sommer der letzten Jahre gezeigt, wie sehr eine Zusammenarbeit notwendig geworden ist. Dabei konzentriert sich das Projekt auf die Grenzregion zwischen den Niederlanden und Deutschland im Interreg-Programmgebiet. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist die Vechte, ein Fluss, der aus dem deutschen M\u00fcnsterland in Richtung des Zwartewater in Overijssel flie\u00dft; ein deutliches grenz\u00fcberschreitendes Flusseinzugsgebiet. Ma\u00dfnahmen auf der einen Seite der Landesgrenze sind vor allem dann wirksam, wenn sie gleicherma\u00dfen auf der anderen Seite der Landesgrenze ergriffen werden. Im Projekt \u201eDIWA\u201c arbeiten deshalb die folgenden zehn Partner zusammen: Waterschap Vechtstromen (Leadpartner), Waterschap Rijn en IJssel, Provinz Gelderland, Universit\u00e4t Twente, Kreis Borken, Kreis Steinfurt, Landkreis Emsland, Landkreis Grafschaft Bentheim, Vechteverband und die EUREGIO. Das Projekt verf\u00fcgt \u00fcber ein Budget von 6.531.101,48 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derzeit findet nur eine sehr begrenzte grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit zum Thema D\u00fcrre statt. Die Notwendigkeit daf\u00fcr ist sp\u00fcrbar, aber gleichzeitig existieren noch viele Stolpersteine, die eine Zusammenarbeit nicht gerade einfacher machen. Zu diesen sprichw\u00f6rtlichen Stolpersteinen geh\u00f6ren u.a. das Fehlen einer nationalen oder europ\u00e4ischen Strategie zur Bew\u00e4ltigung von D\u00fcrren als Ausgangspunkt f\u00fcr die Zusammenarbeit. Auch der Austausch von Informationen \u00fcber D\u00fcrren ist aufgrund der Verwendung unterschiedlicher Daten, Modelle und Bewertungsmethoden begrenzt. Die Projektpartner von &#8220;DIWA&#8220; wollen gemeinsam auf eine bessere Koordination zwischen Beh\u00f6rden und Gebietsbewirtschaftern in den Niederlanden und Deutschland hinarbeiten. Zu diesem Zweck soll auch ein Leitfaden entwickelt werden, der auf Empfehlungen zur Verwaltungsstruktur, Daten aus Messnetzen, entwickelten Szenarien und Strategien sowie Ergebnissen aus Gebietspilotenprojekten basiert. Vor allem durch die Pilotprojekte werden bereits w\u00e4hrend des Projekts sehr konkrete Ma\u00dfnahmen in die Praxis umgesetzt. Es werden beispielsweise Ma\u00dfnahmen zur Wasserr\u00fcckhaltungskapazit\u00e4t entlang des Coevorden-Piccardie-Kanals durchgef\u00fchrt, um das Wasser besser in der Landschaft halten zu k\u00f6nnen. Auch das grenz\u00fcberschreitende Einzugsgebiet des Geele Beeks wird in Angriff genommen, um die Verf\u00fcgbarkeit von Wasser im Einzugsgebiet zu verbessern und die \u00f6kologische Wasserqualit\u00e4t zu verbessern. Ein wichtiges Ziel des Projekts ist auch der Wissensaustausch zwischen den niederl\u00e4ndischen und deutschen Akteuren und das Lernen von Best-Practice-Beispielen voneinander.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Finanzierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt verf\u00fcgt das Projekt \u00fcber ein Budget von 6.531.101,48 \u20ac, das bis zum Ende des Jahres 2027 ausgesch\u00f6pft werden soll. Der Gro\u00dfteil der Interreg-Mittel stammt aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung (EFRE). Durch die Genehmigung von DIWA flie\u00dfen 2.600.244,18 \u20ac aus diesem Fonds in die deutsch-niederl\u00e4ndische Zusammenarbeit. Dar\u00fcber hinaus leisten die Interreg-Partner einen Kofinanzierungsbeitrag in H\u00f6he von 1.122.920,28 \u20ac. Dabei handelt es sich um deutsche Ministerien und niederl\u00e4ndische Provinzen, darunter die Provinzen Overijssel und Gelderland auf niederl\u00e4ndischer Seite sowie auf deutscher Seite das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie NRW und das Nieders\u00e4chsische Ministerium f\u00fcr Bundes- und Europaangelegenheiten. Die Samtgemeinde Emlichheim beteiligt sich als regionaler Kofinanzierer mit 200.000,00 \u20ac. Die Projektpartner leisten dar\u00fcber hinaus einen Eigenanteil von 2.607.937,02 \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Mai wurde im Programmweiten Lenkungsausschuss des Interreg-Programms Deutschland-Nederland ein neues grenz\u00fcberschreitendes strategisches Projekt von mehreren deutschen und niederl\u00e4ndischen Instanzen genehmigt. 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