

{"id":40225,"date":"2024-03-07T16:32:16","date_gmt":"2024-03-07T13:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/?p=40225"},"modified":"2024-03-07T16:32:19","modified_gmt":"2024-03-07T13:32:19","slug":"freezing-of-gait-bei-parkinson-patienten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/freezing-of-gait-bei-parkinson-patienten\/","title":{"rendered":"Freezing of gait bei Parkinson-Patienten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-8fe3f9fe12b13e284d284b9279302ef7 wp-block-paragraph\"><strong><em>Eine neue Behandlungsmethode wird in der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzregion entwickelt<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen von Interreg VI Deutschland-Nederland werden grenz\u00fcberschreitende Projekte genehmigt, die einen wichtigen Beitrag zur Zusammenarbeit in der Grenzregion leisten. Dazu geh\u00f6rt auch das im Juli 2023 gestartete Projekt \u201eParkinson Vibrating Socks&#8220;. Mit den Vertretern des Projektteams Claudia Voelcker-Rehage (Universit\u00e4t M\u00fcnster), Robert Stojan (Universit\u00e4t M\u00fcnster), Silke K\u00e4rcher (feelSpace GmbH) und Menno Veldman (UMCG) geht das regionale Programmmanagement Interreg in einem Interview auf die Auswirkungen des Projekts f\u00fcr die Menschen, die in der Grenzregion leben, ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie der Name schon vermuten l\u00e4sst, richtet sich das Projekt &#8222;Parkinson Vibrating Socks&#8220; an Personen, die unter der Parkinson-Krankheit leiden. Sie sollen ein so normales Leben wie m\u00f6glich f\u00fchren k\u00f6nnen. Parkinson betrifft M\u00e4nner und Frauen, Jung und Alt, und eine Grenze h\u00e4lt die Krankheit nat\u00fcrlich auch nicht auf. Daher war es f\u00fcr die Projektpartner nur logisch, mit dem Wissensaustausch zu beginnen und die Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln. Im folgenden Interview wird erl\u00e4utert, was wir in den kommenden Jahren von dem Projekt erwarten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>1. Das Projekt befasst sich mit der Verbesserung der Mobilit\u00e4t von Patientinnen und Patienten mit der Parkinson-Krankheit. In dem Antrag beschreiben Sie, dass diese Krankheit eine Reihe von motorischen Symptomen mit sich bringt, wie Zittern der H\u00e4nde oder Haltungsinstabilit\u00e4t. Wie k\u00f6nnen Sie mit diesem neuen Projekt Menschen helfen, die darunter leiden?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Robert Stojan: <\/em>Bei der Parkinson-Erkrankung kommt eine unglaubliche Anzahl von Symptomen zusammen. Wir k\u00f6nnen sie nicht alle bek\u00e4mpfen, aber wir k\u00f6nnen versuchen, ein Symptom, das als sehr belastend empfunden wird, weniger beschwerlich zu machen. Das ist das Hauptziel unseres Projekts. Hierbei geht es um die Behandlung des &#8220;Freezing of gait (FOG)&#8220; mit einer sogenannten Cueing-Methode, die ohne zus\u00e4tzliche Medikamente funktioniert. FOG ist eine Situation, in der die F\u00fc\u00dfe pl\u00f6tzlich am Boden &#8222;kleben bleiben&#8220; und man den n\u00e4chsten Schritt nicht mehr machen kann, was zu St\u00fcrzen f\u00fchren kann. Viele Patientinnen und Patienten ziehen sich zu Hause zur\u00fcck, wenn FOG regelm\u00e4\u00dfig in der \u00d6ffentlichkeit auftritt. Das hat gro\u00dfe Auswirkungen auf die mentale Gesundheit. Gerade durch das Angehen dieses Symptoms k\u00f6nnen wir den Betroffenen helfen wieder auf die Stra\u00dfe zu gehen und sich in der \u00d6ffentlichkeit zu bewegen, oder einfach weiter ihren Sport zu treiben oder Freunde und Familie zu besuchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Sie wollen u.a. ein Cueing-System entwickeln, das ohne Medikamente funktioniert. Macht das Ihr Projekt einzigartig?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Robert Stojan: <\/em>Cueing funktioniert tats\u00e4chlich auch ohne Medikamente, aber wir sehen es vor allem als Unterst\u00fctzung zur medikament\u00f6sen Therapie, denn Parkinson-Patientinnen und Patienten bekommen bereits Medikamente verschrieben. Das Cueing kann f\u00fcr zus\u00e4tzliche Verbesserungen sorgen und die medikament\u00f6se Therapie zum Teil komplementieren, v.a. dann, wenn Medikamente ineffizient wirken und\/oder nicht anspringen. Ein gro\u00dfer Vorteil der Anwendung von vibrotaktilem Cueing, also Vibrationsreizen, ist, dass es f\u00fcr die Au\u00dfenwelt nicht sichtbar ist. Auf diese Weise fallen die Patientinnen und Patienten auf der Stra\u00dfe nicht auf, aber ihnen wird dennoch geholfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Claudia Voelcker-Rehage: <\/em>FOG tritt h\u00e4ufig auf, wenn die Krankheit bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Genau in dieser Phase werden den Patientinnen und Patienten bereits Medikamente verschrieben, um ihre Beschwerden zu lindern. Diese helfen jedoch nicht immer, FOG zu verhindern. Die Medikamente k\u00f6nnen zu einem bestimmten Zeitpunkt des Tages sehr gut anschlagen, w\u00e4hrend sie zu einem anderen Zeitpunkt nicht mehr so gut wirken. Cueing ist dann ein konstanter Faktor und ein Instrument zur Bew\u00e4ltigung des FOG.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Menno Veldman: <\/em>Was das Projekt au\u00dferdem einzigartig macht, ist die Tatsache, dass wir Gebrauch machen von Techniken des maschinellen Lernens. In dem medizinischen Hilfsmittel, das wir herstellen, ist eine Technologie enthalten, die sich sehr schnell an den Input gew\u00f6hnt, den sie erh\u00e4lt. Folglich wird ein Stimulus nur dann eingesetzt, wenn er wirklich ben\u00f6tigt wird, d. h. wenn ein FOG im System erkannt wird. Der Einsatz eines solchen Hilfsmittels bleibt daher auch viel l\u00e4nger sinnvoll. So etwas existiert zurzeit noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Silke K\u00e4rcher<\/em> best\u00e4tigt die Herausforderung des Projekts, FOG schon fr\u00fchzeitig erkennen zu k\u00f6nnen. Das ist wichtig, damit die Patientinnen und Patienten keine unn\u00f6tigen Impulse erhalten, an die sich der K\u00f6rper gew\u00f6hnt, so dass das System auf Dauer weniger effektiv wird. Gerade auch jungen Parkinson-Patientinnen und Patienten, die immer h\u00e4ufiger betroffen sind, m\u00f6chte man so lange wie m\u00f6glich ein normales Leben bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Warum arbeiten Sie grenz\u00fcberschreitend zusammen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Robert Stojan: <\/em>Nat\u00fcrlich macht auch unsere grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit das Projekt einzigartig! In der Grenzregion ist viel individuelles Wissen vorhanden, das wir in dem Projekt miteinander verkn\u00fcpfen; wir erg\u00e4nzen uns gut. Es ist auch ein Vorteil, dass wir einen Prototyp f\u00fcr zwei M\u00e4rkte entwickeln k\u00f6nnen, so dass er breit einsetzbar ist.Ein weiterer wichtiger Beitrag besteht darin, dass dieses Projekt daf\u00fcr sorgt, dass die Parkinson-Patientenverb\u00e4nde beider L\u00e4nder sich austauschen und voneinander lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Claudia <\/em><em>Voelcker-Rehage: <\/em>Au\u00dferdem sind wir hier so nah an der Grenze, dass es sehr sinnvoll ist, mit Partnern aus den Niederlanden zusammenzuarbeiten. Es begann mit einer Zusammenarbeit zwischen der Universit\u00e4t Twente und der Universit\u00e4t M\u00fcnster und dehnte sich sp\u00e4ter entlang der Grenze aus, u.a. in Richtung Groningen. Diese Universit\u00e4ten unterst\u00fctzen ebenfalls die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit, so dass wir diese M\u00f6glichkeiten nutzen wollten. Als wir miteinander in Kontakt traten, stellten wir auch fest, wie viele Synergien zwischen uns bestehen. Deshalb ist es auch sinnvoll, unsere Kr\u00e4fte in einem Interreg-Projekt zu b\u00fcndeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4. Sie haben gerade erst angefangen, aber wie gef\u00e4llt Ihnen die deutsch-niederl\u00e4ndische Zusammenarbeit bis jetzt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Robert Stojan: <\/em>Sehr gut, wir haben auch ein sehr aktives Projektkonsortium. Wir treffen uns regelm\u00e4\u00dfig, mindestens einmal im Monat. Unsere Sitzungen sind immer sehr erfolgreich, auch weil wir die gleichen Vorstellungen und Ziele haben. Wir teilen die Vision, dass wir den Patientinnen und Patienten helfen wollen, ein so normales Leben wie m\u00f6glich zu f\u00fchren, und das macht die Zusammenarbeit sehr einfach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Menno Veldman: <\/em>Stimmt, wir erg\u00e4nzen uns gut, und es hilft auch, dass wir so nah beieinander arbeiten. Das macht es einfach, auch physische Treffen zu vereinbaren. Unsere Zusammenarbeit verl\u00e4uft von Anfang an sehr reibungslos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5. Werden Sie w\u00e4hrend des Projekts auch mit unterschiedlichen niederl\u00e4ndischen und deutschen Gesetzen und Vorschriften im Gesundheitssektor konfrontiert, und wie werden Sie damit umgehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Silke K\u00e4rcher: <\/em>Wir als Firma kennen uns bereits gut aus mit den deutschen Regularien, hier haben wir es aber tats\u00e4chlich mit zwei M\u00e4rkten zu tun. Wir werden die entsprechenden Unterschiede der beiden M\u00e4rkte herausarbeiten, um diese dann bei der Umsetzung des Prototyps einzuarbeiten, so dass wir in beiden M\u00e4rkten startklar sein werden, sobald der Prototyp zu einem Produkt entwickelt werden kann. Wir haben schon festgestellt, dass es viele \u00c4hnlichkeiten gibt auf dem niederl\u00e4ndischen Markt. Es gibt aber auch regionale Unterschiede. Darauf muss man sich einstellen, damit man nicht dar\u00fcber stolpert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Robert Stojan: <\/em>Kurzfristig ist das manchmal eine zus\u00e4tzliche Herausforderung, aber langfristig bringt es nur Vorteile, weil wir wirklich ein breit einsetzbares Produkt entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>6. Wie sieht es mit der Akzeptanz Ihrer Projektergebnisse im Gesundheitssektor aus? Haben sich beispielsweise Krankenh\u00e4user schon bereit erkl\u00e4rt, die im Rahmen des Projekts entwickelten medizinischen Ger\u00e4te zu finanzieren, wenn es sich als erfolgreich erweist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Silke K\u00e4rcher:<\/em> Studien \u00fcber aktives Cueing gibt es schon seit einiger Zeit, aber es hat sich herausgestellt, dass die beste Form des Cueings f\u00fcr jeden einzelnen Patienten unterschiedlich sein kann. Wir stehen jetzt vor allem in Kontakt mit Pflegedienstleistern und \u00c4rzten, die Patienten behandeln, darunter das Medisch Spectrum Twente, die Partner in diesem Projekt sind. Wir erhalten viel positives Feedback von ihnen, und sie sagen auch, dass sie den Prototyp zu gegebener Zeit gerne testen m\u00f6chten, damit wir tats\u00e4chlich herausfinden k\u00f6nnen, wie unsere Cueing-Methode den Menschen am besten helfen kann. Sie finden es auch interessant, dass keine Medikamente im Spiel sind und dass es wirklich etwas Neues ist<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Claudia <\/em><em>Voelcker-Rehage: <\/em>Wir haben auch das Gl\u00fcck, dass wir auf deutscher und niederl\u00e4ndischer Seite mit gro\u00dfen Parkinson-Netzwerken zusammenarbeiten. Dort finden wir alle Akteure, die f\u00fcr unser Projekt wichtig sind, wie Betroffene, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten und \u00c4rztinnen und \u00c4rzte. Auch ihnen haben wir das Projekt vor dem Start bereits vorgestellt, um herauszufinden, wie sie dar\u00fcber denken. Wir erhielten damals viel Zuspruch und auch die Betroffenen gaben an, dass sie gerne mitmachen und helfen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Robert Stojan: <\/em>Wir beobachten in letzter Zeit auch, dass viele Pflegedienstleister und Patientinnen und Patienten auf uns zukommen, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen, weil sie sich gerne beteiligen m\u00f6chten. Leider ist es im Moment noch etwas zu fr\u00fch; wir sind gerade erst mit dem Projekt gestartet, aber aus Sicht der Betroffenen kann es nat\u00fcrlich nicht schnell genug gehen. F\u00fcr uns ist es auf jeden Fall eine gro\u00dfe Motivation, mit dem Projekt durchzustarten, denn das Interesse ist gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>7. Wie wollen Sie die Projektergebnisse mit der Au\u00dfenwelt \/ Ihrer Zielgruppe teilen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Robert Stojan: <\/em>Es ist ebenfalls Teil des Projekts, unseren Prototyp den verschiedenen Instanzen vorzustellen. Aktuell teilen wir haupts\u00e4chlich das Wissen und die Prozesse, mit denen wir bisher arbeiten, unter anderem \u00fcber die sozialen Medien. Wir haben eine <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/parkinsonvibratingsocks\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eigene Website<\/a>, eine Twitter und LinkedIn Seite auf der wir regelm\u00e4\u00dfig Updates posten und auf der wir auch jede Woche mehr Follower bekommen. Wir h\u00f6ren von Patientinnen und Patienten, dass sie auch gerne \u00fcber soziale Medien \u00fcber Projektergebnisse informiert werden m\u00f6chten. F\u00fcr uns ist es au\u00dferdem wichtig, dass sie uns regelm\u00e4\u00dfig Feedback geben, denn sie sind diejenigen, die das Produkt k\u00fcnftig nutzen werden. Dar\u00fcber hinaus ist es wichtig, dass wir Netzwerke aufbauen, damit die Zusammenarbeit in diesem Bereich tats\u00e4chlich bestehen bleibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass daraus irgendwann ein Folgeprojekt hervorgeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Claudia <\/em><em>Voelcker-Rehage: <\/em>Wir haben aber auch ein wissenschaftliches Interesse, das wir parallel dazu verfolgen. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel klassische Ver\u00f6ffentlichungen in Fachzeitschriften, aber auch Vortr\u00e4ge auf wissenschaftlichen Konferenzen. Im Moment geht es noch haupts\u00e4chlich darum, alles zum Laufen zu bringen, aber sobald wir die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse haben, werden wir auf jeden Fall auch auf dieser Ebene Informationen weitergeben. Denn wir wollen auch die wissenschaftliche Community dar\u00fcber informieren, was wir tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>8. Was wollen Sie am Ende der Projektlaufzeit erreicht haben? (z. B. ein marktreifes Produkt oder ein beginnender Prototyp)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Silke K\u00e4rcher: <\/em>Das Projekt ist so aufgebaut, dass wir in mehreren Kreisl\u00e4ufen entwickeln. Nach jedem Entwicklungskreislauf finden Befragungen der Patientinnen und Patienten statt, wobei aber u.a. auch Physiotherapeutinnen\/Physiotherapeuten und Angeh\u00f6rige mit eingebunden werden. Das Ziel ist, dass wir am Ende ein \u201emarktnahes Produkt\u201c haben, worin das Wissen und die Erfahrungen aller Beteiligten eingeflossen sind, sowohl von universit\u00e4rer Seite als auch durch das Feedback seitens der Betroffenen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Das RPM erkundigt sich noch, ob es sich, bezogen auf den Projekttitel, bei dem zu entwickelnden Produkt tats\u00e4chlich um eine Socke handelt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Robert Stojan: <\/em>Dar\u00fcber beraten wir noch im Konsortium, denn wir k\u00f6nnten das System nat\u00fcrlich in alle m\u00f6glichen Kleidungsst\u00fccke einbauen. Wir k\u00f6nnten das auch mit den Patientinnen und Patienten abstimmen, weil es wahrscheinlich auch viele individuelle Vorlieben gibt.Was die eine Person als angenehm empfindet, empfindet die andere Person als unangenehm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Claudia <\/em><em>Voelcker-Rehage: <\/em>Es muss nicht unbedingt eine Socke sein, aber es stimmt, dass wir mit einem Prototyp in Form einer Socke begonnen haben. Deshalb der Projektname. Die ganze Idee wird noch weiter ausgearbeitet und es kann durchaus sein, dass wir sp\u00e4ter beschlie\u00dfen bzw. unsere Voranalysen zeigen werden, dass eine Socke doch nicht die beste Option ist. Das ist auch f\u00fcr uns noch eine \u00dcberraschung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Interreg-Finanzierung dieses Projekts stammt aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung (EFRE). Durch die Genehmigung dieses Projekts flie\u00dfen 1.673.698,01 \u20ac aus diesem Fonds in die deutsch-niederl\u00e4ndische Zusammenarbeit. Dar\u00fcber hinaus leisten die Interreg-Partner einen Kofinanzierungsbeitrag in H\u00f6he von 717.299,14 Euro. Dabei handelt es sich um deutsche und niederl\u00e4ndische Ministerien und Provinzen, darunter das Ministerie van Economische Zaken en Klimaat sowie die Provinzen Overijssel, Gelderland und Groningen auf niederl\u00e4ndischer Seite und auf deutscher Seite das Nieders\u00e4chsische Ministerium f\u00fcr Bundes- und Europaangelegenheiten und das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie NRW. Die Projektpartner leisten zudem einen Eigenanteil von 1.855.015,70 Euro. Dies ergibt eine Gesamtsumme von 4.246.012,85 Euro.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Behandlungsmethode wird in der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzregion entwickelt Im Rahmen von Interreg VI Deutschland-Nederland werden grenz\u00fcberschreitende Projekte genehmigt, die einen wichtigen Beitrag zur Zusammenarbeit in der Grenzregion leisten. Dazu geh\u00f6rt auch das im Juli 2023 gestartete Projekt \u201eParkinson Vibrating Socks&#8220;. 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