

{"id":39269,"date":"2024-01-24T18:28:35","date_gmt":"2024-01-24T15:28:35","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=39269"},"modified":"2024-01-24T18:28:38","modified_gmt":"2024-01-24T15:28:38","slug":"damit-die-schmerzen-nicht-mehr-unter-dem-radar-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/damit-die-schmerzen-nicht-mehr-unter-dem-radar-bleiben\/","title":{"rendered":"Damit die Schmerzen nicht mehr unter dem Radar bleiben"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Neues Interreg-Projekt will \u201edas Gesundheitsangebot f\u00fcr Menschen in der Ems-Dollart-Region unmittelbar verbessern\u201c \u2013 Pr\u00e4vention und Aufkl\u00e4rung zu Schmerzerkrankungen stehen im Fokus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann besser mit chronischen Schmerzen umgegangen werden? Wie beugt man diesen Schmerzen vor? Und wie kann das Wissen \u00fcber Pr\u00e4ventionsm\u00f6glichkeiten verbessert werden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Fragen will das niederl\u00e4ndisch-deutsche Projekt \u201eSchmerz in der Ems-Dollart-Region: eine versteckte Krankheit mit weitreichenden Folgen\u201c auf den Grund gehen.<br>Erm\u00f6glicht wird das grenz\u00fcbergreifende Projekt durch EU-Mittel in H\u00f6he von rund 1,3 Millionen Euro aus dem F\u00f6rderprogramm Interreg VI A Deutschland-Nederland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit der Universit\u00e4tsmedizin Oldenburg und des Universitair Medisch Centrum Groningen (UMCG) umgesetzt. Dar\u00fcber hinaus sind zahlreiche andere niederl\u00e4ndische und deutsche Partner aus dem Gesundheitssektor, aber auch Gemeinden und Sportverb\u00e4nde an der Initiative beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSchmerzerkrankungen werden nur unzureichend erfasst und sind ein gro\u00dfes Problem in unserer Region\u201c, sagt Schmerzforscher Remko Soer vom UMCG. \u201eViele Menschen sprechen nicht dar\u00fcber und die Problematik bleibt unter dem Radar. Ohne das n\u00f6tige Wissen sind diese Menschen aber gef\u00e4hrdet, an schweren chronischen Schmerzen zu erkranken\u201c, so Soer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt zielt darauf ab, das richtige Wissen \u00fcber Schmerzen zu vermitteln und den Umgang damit zu verbessern. Das beginnt schon bei der j\u00fcngsten Zielgruppe, den Grundschulkindern. \u201eMit Hilfe von interaktivem Unterricht werden wir den Kindern beibringen, welche Funktion Schmerzen haben, warum sie wichtig sind und wie man mit ihnen umgeht\u201c, sagt Soer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Aufkl\u00e4rung in den Schulen wird im kommenden Jahr auch eine gro\u00dfe \u00f6ffentliche Kampagne gestartet, die u.a. mit Videos auf Social-Media-Kan\u00e4len umgesetzt wird. Diese wird sich an alle Bev\u00f6lkerungsgruppen aber im Speziellen an Zielgruppen wie junge Menschen, Sportler*innen und Menschen mit k\u00f6rperlich anstrengenden Berufen (z.B. Arbeitende auf Werften) richten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus zielt das Projekt auch auf eine bessere Beratung der Patient*innen ab. Remko Soer sagt: \u201eWir stellen fest, dass die Patientinnen und Patienten nicht immer die gleichen, guten Ratschl\u00e4ge erhalten, wenn es um Schmerzen, Schmerzbehandlung und Pr\u00e4vention geht.\u201c Deshalb sollen Mitarbeitende aus dem Gesundheitsberufe im Rahmen des Projektes geschult werden, um die richtigen Behandlungen oder Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen empfehlen zu k\u00f6nnen. Fachkr\u00e4fte aus Allgemeinmedizin, Physiotherapie, Ergotherapie, Krankenpflege und Psychologie auf beiden Seiten der Grenze sollen genauso von diesem Angebot profitieren wie Medizinstudierende.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Teilprojekte unter niederl\u00e4ndischer Leitung haben unter anderem zum Ziel, deutschen Schmerzpatientinnen und -patienten exemplarisch eine Behandlung am Universitair Medisch Centrum Groningen zu erm\u00f6glichen. Das Universit\u00e4tskrankenhaus bietet einen hochspezialisierten Eingriff an, der Schmerzen bei palliativen Patient*innen reduzieren soll, bei denen auch Morphine keine Wirkung zeigen. Im Rahmen des Interreg VI-Projekts wollen die Beteiligten au\u00dferdem das Schmerzspezialisten-Netzwerk in der Ems-Dollart-Region analysieren und ein Patientenverfolgungssystem entwickeln, mit dem sie nachvollziehen k\u00f6nnen, welche medizinischen Angebote Betroffene mit welchem Ergebnis annehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen Gesundheitseinrichtungen, Gemeinden und Sportverb\u00e4nden aus Drenthe, Friesland und Groningen und mehreren Organisationen aus Nordwestdeutschland. \u201eWir haben bereits viel gemeinsam recherchiert und erkennen die gleichen Probleme in unserer Region \u2013 auch auf der anderen Seite der Grenze. Die Menschen wissen zu wenig \u00fcber Schmerzen, melden sich zu selten bei den Gesundheitseinrichtungen \u2013 und wenn sie es doch tun, erhalten sie nicht immer den gleichen Rat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soer ist sich sicher, dass die grenz\u00fcbergreifende Zusammenarbeit daf\u00fcr sorgt, dass beide Seiten voneinander lernen k\u00f6nnen.<br>\u201eWir freuen uns, dass wir mit diesem grenz\u00fcbergreifenden Vorhaben das Gesundheitsangebot f\u00fcr Menschen in der Ems-Dollart-Region unmittelbar verbessern k\u00f6nnen\u201c, sagt Gesundheits\u00f6konom Prof. Dr. Lars Schwettmann vom Cross-Border Institute of Healthcare Systems and Prevention (CBI), das auf die grenz\u00fcbergreifende Forschung im Gesundheitswesen spezialisiert ist. Schwettmann untersucht, wie sich die im Rahmen des Projekts geplanten Ma\u00dfnahmen auf die Gesundheitssituation in der Region auswirken.<br>Das Projekt l\u00e4uft bis Ende 2027.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Interreg-Projekt will \u201edas Gesundheitsangebot f\u00fcr Menschen in der Ems-Dollart-Region unmittelbar verbessern\u201c \u2013 Pr\u00e4vention und Aufkl\u00e4rung zu Schmerzerkrankungen stehen im Fokus Wie kann besser mit chronischen Schmerzen umgegangen werden? Wie beugt man diesen Schmerzen vor? Und wie kann das Wissen \u00fcber Pr\u00e4ventionsm\u00f6glichkeiten verbessert werden? 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