

{"id":36771,"date":"2020-10-06T16:33:00","date_gmt":"2020-10-06T13:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=36771"},"modified":"2023-12-19T17:33:00","modified_gmt":"2023-12-19T14:33:00","slug":"niederlandische-und-deutsche-partner-gemeinsam-stark-im-kampf-gegen-brustkrebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/niederlandische-und-deutsche-partner-gemeinsam-stark-im-kampf-gegen-brustkrebs\/","title":{"rendered":"Niederl\u00e4ndische und deutsche Partner gemeinsam stark im Kampf gegen Brustkrebs"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brustkrebs ist die am h\u00e4ufigsten auftretende Krebsart bei Frauen. Um mehr \u00fcber die Auswirkungen dieser Krankheit zu erfahren, wurde weltweit der Monat Oktober ausgew\u00e4hlt, in dem man das \u00f6ffentliche Bewusstsein f\u00fcr Krebs verst\u00e4rken und die Pr\u00e4vention, Fr\u00fcherkennung und Behandlung davon vorantreiben will. Wissenschaftler und \u00c4rzte sind st\u00e4ndig auf der Suche nach neuen, besseren und weniger belastenden Behandlungen gegen Krebs, damit den Patientinnen besser geholfen werden kann. Ebenso tragen die Projektpartner des grenz\u00fcberschreitenden INTERREG V-Projekts \u201eInMediValue\u201c gemeinsam dazu bei, dass Frauen in Zukunft weniger Schmerzen bei der Erkennung von Brustkrebs haben, aber auch, dass die Behandlung von Brustkrebs von Chirurgen effizienter von statten gehen kann. Das Projekt startete vor zwei Jahren in der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzregion und l\u00e4uft bis September 2021.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab dem Alter von 50 Jahren erhalten Frauen in den Niederlanden und Deutschland eine Einladung zu einer Brustuntersuchung, bei der Brustkrebs im Fr\u00fchstadium erkannt werden kann. Das geschieht anhand einer Mammographie. Eine Mammographie wird jedoch oft als schmerzhaft empfunden, weil das Mammogramm durch das Flachdr\u00fccken der Brust unter einer Kompressionsplatte erstellt wird. An der UKM in M\u00fcnster wurden in den letzten Monaten Studien durchgef\u00fchrt, in denen Frauen gebeten wurden, das Schmerzerlebnis bei der Mammographie zu beschreiben. Gleichzeitig fanden Messungen statt, um besser nachvollziehen zu k\u00f6nnen, ob die Beschwerden durch eine bestimmte Einstellung des Mammographieger\u00e4tes verursacht werden. Mit diesen Ergebnissen wollen sie ein Mammographieger\u00e4t entwickeln, das weniger belastend ist. 3D-Mammographie-Untersuchungen k\u00f6nnen dabei in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 4 Prozent der F\u00e4lle zeigt ein Mammographie-Screening eine Anomalie, die dann weiterverfolgt wird. Diese Folgeuntersuchung wird als emotional schwierig empfunden, weil dabei festgestellt wird, ob die betroffene Frau tats\u00e4chlich an Brustkrebs erkrankt ist. Die Projektpartner von InMediValue befassen sich mit neuen Forschungen und Techniken, die auf k\u00fcnstlicher Intelligenz basieren. Dadurch wird es m\u00f6glich, bereits zum Zeitpunkt der Mammographie mehr Klarheit \u00fcber die Art des Tumors zu erhalten. Die Qualit\u00e4t einer Mammographie wird gesteigert und Patientinnen mit einem gutartigen Tumor m\u00fcssen sich keinen unn\u00f6tigen Folgeuntersuchungen mehr unterziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus befasst sich das Projekt mit neuen Techniken, die zur Optimierung der chirurgischen Tumorentfernung beitragen sollen. Durch den Einsatz fluoreszierender und magnetischer Fl\u00fcssigkeiten, die Tumorzellen markieren und lokalisieren, wird in Zukunft die Entfernung von zu viel gesundem Gewebe w\u00e4hrend der Operation verhindert und der Chirurg wird dadurch w\u00e4hrend der Operation besser unterst\u00fctzt. Unter anderem wurde ebenfalls die Wirkung von medizinischen Hilfsmitteln auf den menschlichen K\u00f6rper untersucht, wof\u00fcr potenzielle vielversprechende Kandidaten f\u00fcr einen Tumormarker gefunden wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland wird das InMediValue-Projekt durchgef\u00fchrt. Hierf\u00fcr stellt die Europ\u00e4ische Union eine F\u00f6rderung aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verf\u00fcgung. Weiterhin z\u00e4hlen zu den nationalen Kofinanziers das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, das niederl\u00e4ndische Ministerie van Economische Zaken en Klimaat sowie die Provinzen Overijssel und Gelderland. Daneben tragen die regionalen Partner zur Finanzierung des Projekts bei. Dazu geh\u00f6ren: Screenpoint Medical BV, Sigmascreening BV, Cysal GmbH, TAFH M\u00fcnster GmbH, EUREGIO Biotech-Center der FH M\u00fcnster, MIRA-Institut der Universit\u00e4t Twente und das Institut f\u00fcr Klinische Radiologie der Universit\u00e4tsklinikum M\u00fcnster.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ansprechpartnerin f\u00fcr das oben beschriebene Projekt ist Prof. Dr. Karin Mittmann, EUREGIO BioMedtech Center, FH M\u00fcnster, erreichbar per E-Mail unter&nbsp;<a href=\"mailto:mittmann@fh-muenster.de\">mittmann@fh-muenster.de<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Auf dem Foto (v.l.n.r.): Dr. med. Anika Brameier, IKR; Brigitte Hurtienne, MTRA, IKR; Prof. Dr. Karin Mittmann FH M\u00fcnster (Projektleitung InMediValue), Dr. Jerry de Groot, Sigmascreening; Monique van Lier, Sigmascreening; Ivo Aarninghoff, Sigmascreening; Marlies Spandau, ltd. MTRA, IKR; Univ.-Prof. Dr. med. Walter Heindel, IKR. \u00a9 UKM\/Wibberg.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brustkrebs ist die am h\u00e4ufigsten auftretende Krebsart bei Frauen. 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