

{"id":36579,"date":"2021-01-11T15:18:00","date_gmt":"2021-01-11T12:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=36579"},"modified":"2023-12-19T15:24:53","modified_gmt":"2023-12-19T12:24:53","slug":"mikroverunreinigungen-in-unseren-wassersystemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/mikroverunreinigungen-in-unseren-wassersystemen\/","title":{"rendered":"Mikroverunreinigungen in unseren Wassersystemen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Europa wird zunehmend die Aufmerksamkeit auf die Bek\u00e4mpfung von Mikroverunreinigungen in unseren Wassersystemen gerichtet. Aufgrund der immer \u00e4lter werdenden Bev\u00f6lkerung und des steigenden Pflegebedarfs werden immer mehr Medikamente verwendet. Einige dieser Medikamente gelangen \u00fcber Urin und F\u00e4kalien in das Abwassersystem. Die Reinigung des Abwassers kann nicht verhindern, dass insgesamt zu viele Medikamentenreste in den Gew\u00e4ssern eingeleitet werden und das ist sch\u00e4dlich f\u00fcr die Wasserorganismen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Wasserqualit\u00e4t zu verbessern, brachte die Waterschap Vechtstromen im Jahr 2016 das INTERREG-Projekt \u201eEnergieneutrale Mikroschadstoffeliminierung\u201c auf den Weg. Gemeinsam mit deutschen und niederl\u00e4ndischen Partnern haben sie hart daran gearbeitet, die Qualit\u00e4t des Lebensraums f\u00fcr Tiere und Pflanzen zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexander Meijerink, leitender Berater f\u00fcr Subventionsmanagement bei der Waterschap Vechtstromen, erkl\u00e4rt, warum grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit so wichtig ist, um das Problem der Mikroverunreinigungen in unseren Wassersystemen anzugehen. \u201eWasser macht nicht an der Grenze halt und das gilt auch f\u00fcr Arzneimittelreste und Mikroverunreinigungen im Wasser. Deshalb ist eine grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit notwendig. Dar\u00fcber hinaus ist es sehr interessant, mit deutschen Partnern zusammenzuarbeiten, da die unterschiedlichen Arbeitsweisen und Gesetzgebungen immer wieder neue Impulse und Perspektiven bieten. Man lernt unheimlich viel voneinander\u201c, erkl\u00e4rt Alexander Meijerink. \u201eUnter anderem gibt es durch INTERREG auch einen extra Anreiz, um miteinander in Kontakt zu treten und dieses gemeinsame Problem zu l\u00f6sen\u201c, f\u00fcgt Alexander Meijerink hinzu. \u201eEs ist eine gro\u00dfartige M\u00f6glichkeit, die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit zu f\u00f6rdern\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch mit dem Ergebnis ist er zufrieden. \u201eJeder Partner hat etwas zu dem Projekt und den Projektergebnissen beigetragen. Wir haben alle geplanten Aktivit\u00e4ten durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Allerdings sind wir mit dem Thema Mikroverunreinigungen noch nicht durch. Man muss bei der Wasseraufbereitung immer mehr tun\u201c, erz\u00e4hlt Alexander Meijerink. Er gibt an, dass es heutzutage m\u00f6glich sei, etwa 70 bis 80 Prozent der Mikroverunreinigungen, darunter auch Arzneimittelr\u00fcckst\u00e4nde, aus dem Abwasser zu entfernen. Diese Zahl sollte in Zukunft noch steigen. In Deutschland und den Niederlanden wird derzeit an der Entwicklung einer zus\u00e4tzlichen Reinigungsstufe gearbeitet. Die Folgen des Klimawandels geben ebenfalls Anlass f\u00fcr zus\u00e4tzliche Anstrengungen zur Reduzierung von Mikroverunreinigungen. L\u00e4nger anhaltende Trockenheit erh\u00f6ht die Konzentration von Arzneimittelr\u00fcckst\u00e4nden in B\u00e4chen, Kan\u00e4len und Fl\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Einsatz einer zus\u00e4tzlichen Reinigungsstufe im gro\u00dfen Ma\u00dfe ist momentan noch nicht m\u00f6glich. Im Rahmen des Projektes wurden Prozesssteuerungen entwickelt und in den Kanalnetzen von Rheine und Emmen implementiert. Damit wurde erreicht, dass Mikroverunreinigungen im Abwasser weitestgehend und gleichm\u00e4\u00dfig zur Kl\u00e4ranlage geleitet werden k\u00f6nnen, um sie dort mit h\u00f6herer Effizienz entfernen zu k\u00f6nnen. Ein wichtiges Ergebnis\u201c, so Alexander Meijerink. \u201eWir erwarten noch strengere Richtlinien aus Europa, um die Qualit\u00e4t unserer Wassersysteme weiter zu verbessern. Neben zus\u00e4tzlichem Reinigungsaufwand ist in diesem Zusammenhang auch die Pr\u00e4vention wichtig. Zum Beispiel eine gute Aufkl\u00e4rung der B\u00fcrger, um zu verhindern, dass alte Medikamente in der Toilette oder im M\u00fcllcontainer landen. In Krankenh\u00e4usern wird beispielsweise zunehmend mit Urinbeuteln gearbeitet, um zu verhindern, dass Reste von biologisch schwer abbaubaren R\u00f6ntgenkontrastmitteln \u00fcber den Urin in die Kanalisation gelangen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Das INTERREG V \u2013 Projekt \u201e<\/em>Energieneutrale Mikroschadstoffeliminierung<em>\u201d wurde durch die Europ\u00e4ische Union finanziert. Des Weiteren unterst\u00fctzten das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, das niederl\u00e4ndische Ministerie van Economische Zaken en Klimaat und die Provinz Overijssel das Projekt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,3 Millionen Euro. Die Abschlussveranstaltung des Projektes hat am 10. Dezember 2020 in digitaler Form stattgefunden und kann \u00fcber folgende Website noch mal angeschaut werden:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wegaanlive.nl\/mikro\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.wegaanlive.nl\/mikro\/<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Europa wird zunehmend die Aufmerksamkeit auf die Bek\u00e4mpfung von Mikroverunreinigungen in unseren Wassersystemen gerichtet. 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