

{"id":34225,"date":"2021-07-02T09:38:00","date_gmt":"2021-07-02T06:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=34225"},"modified":"2023-12-18T12:57:07","modified_gmt":"2023-12-18T09:57:07","slug":"ein-ruckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/ein-ruckblick\/","title":{"rendered":"Ein R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Arbeitsmarkt in der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzregion der EUREGIO ist durch einen Fachkr\u00e4ftemangel im Bereich der naturwissenschaftlich-technischen Berufe gekennzeichnet. Damit sich in Zukunft mehr Menschen f\u00fcr naturwissenschaftliche und technische Berufe entscheiden, wurde 2017 das Projekt \u201eMINT-Lab auf Schl\u00f6ssern \/ in kastelen\u201c im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland gestartet. Durch Austausche in Form von Projekttagen und gegenseitigen Besuchen in Deutschland und in den Niederlanden konnten die Sch\u00fcler mit wissenschaftlichen Experimenten arbeiten. Die Projektpartner Andreas-Mohn-Stiftung, Regio Achterhoek, NEAnderLab GmbH, die Stiftung Jugend &amp; Schl\u00f6sser und das Team Nijhuis wollten mit dem Projekt daf\u00fcr sorgen, dass sich Sch\u00fcler schon in jungen Jahren f\u00fcr naturwissenschaftliche F\u00e4cher begeistern. Nachdem im vergangenen M\u00e4rz die letzten geplanten Projekttage Corona-bedingt abgesagt werden mussten, l\u00e4uft das Projekt diesen Sommer offiziell aus. Ein Film, der einen R\u00fcck- und Ausblick auf das Projekt erm\u00f6glicht, ist auf folgenden Websites zu sehen:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.mint-lab.eu\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.mint-lab.eu<\/a>&nbsp;oder&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.andreas-mohn-stiftung.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.andreas-mohn-stiftung.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Andreas-Mohn-Stiftung aus Bielefeld \u00fcbernahm die Leitung des Projekts und organisierte gemeinsam mit dem zdi-Zentrum NEAnderLab aus Hilden insgesamt \u00fcber 100 Austausche zwischen niederl\u00e4ndischen und deutschen Schulklassen an 16 historischen Orten in Deutschland und den Niederlanden, wie zum Beispiel das LWL-Industriemuseum in Bocholt oder Kasteel Twickel in Delden (NL). Diese Standorte, zusammen mit ihrer jeweiligen Umgebung, dienten auch als Studienobjekte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Projektleiter Sven Schaper von der Andreas-Mohn-Stiftung in Bielefeld erz\u00e4hlt, dass die Sch\u00fcler zum Beispiel die Qualit\u00e4t des Wassers rund um ein Schloss untersucht haben und auch, wie viele Kleintiere darin leben. Um das zu machen, wurden Wasserproben aus dem Burggraben entnommen und diese wurden mit dem Mikroskop analysiert. Neben dieser \u201eGew\u00e4sseranalyse\u201c gab es z. B. auch folgende Kurse aus dem MINT-Bereich die vom zdi-Zentrum NEAnderLab entwickelt wurden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Lebensmitteltechnik, wie eine Cola-Analyse oder Weingummis herstellen<\/li>\n\n\n\n<li>Anwendung der Bionik bei Flugzeugen<\/li>\n\n\n\n<li>Regenerative Energieformen, d.h. das Zusammenbauen und Ausprobieren eigener Energieerzeuger (\u201eNeue Energien\u201c) .<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziel der Projektpartner war es au\u00dferdem, die Sch\u00fcler an das gemeinsame europ\u00e4ische Kulturerbe und die Nachbarsprache heranzuf\u00fchren. \u201eDurch die Vergangenheit haben wir viele gemeinsame Wurzeln und sind als Europ\u00e4er miteinander verbunden. Es war sehr spannend, dies mit der modernen Wissenschaft und der Wirtschaft im EUREGIO-Raum zu verbinden\u201c, erkl\u00e4rt Eva-Maria Mohn von der Stiftung. \u201eWir waren auch sofort begeistert von dem Projekt, weil es nicht nur um die Gegenwart und Vergangenheit geht; wir schauen vor allem in die Zukunft, um ein modernes Europa gemeinsam in Frieden zu gestalten. Das passt eigentlich auch ganz gut zu einem bekannten Leitspruch von August Bebel: \u00b4Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen und die Zukunft gestalten.\u00b4 Und das sehen wir einfach in dem Projekt verwirklicht.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eBei Kennenlern-Spielen konnten die Sch\u00fcler mehr von sich erz\u00e4hlen, und schon bald gew\u00f6hnten sie sich aneinander und unterhielten sich in einer Kombination aus Deutsch-Niederl\u00e4ndisch sowie manchmal ein bi\u00dfchen Englisch\u201c, sagt Celine Wissmann, ebenfalls von der Andreas-Mohn-Stiftung. Frau Wissmann fand es sehr sch\u00f6n, dass sich einige der Sch\u00fcler auf Instagram gefunden hatten und einander folgten. Auf diese Weise blieben sie auch nach dem Austausch miteinander in Kontakt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus waren Unternehmen an dem Projekt beteiligt. Sie \u00f6ffneten ihre Firmentore und erm\u00f6glichten so einen Einblick in ihre moderne Produktion. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler konnten so MINT in die Praxis umgesetzt erleben. Au\u00dferdem wurde den Unternehmen die M\u00f6glichkeit geboten, Kontakte zu Schulen und Sch\u00fclern f\u00fcr Praktika und Ausbildungen zu kn\u00fcpfen. \u201eWir haben viele Firmenbesuche organisiert. Die Unternehmensaktivit\u00e4ten passten immer zu den Themen, die w\u00e4hrend des Austauschs behandelt wurden. So bekamen wir zum Beispiel eine F\u00fchrung durch ein Unternehmen, das sich mit nachhaltiger Energie besch\u00e4ftigt. Auf diese Weise konnten die Sch\u00fcler sehen, mit welchen Maschinen nachhaltige Energie erzeugt wird\u201c, erz\u00e4hlt Sven Schaper. \u201eDadurch lernen Sch\u00fcler viele neue Fachgebiete kennen, auf die sie sonst nicht so leicht sto\u00dfen w\u00fcrden. Vielleicht ist eines der besprochenen Themen sogar so interessant, dass es Perspektiven f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige Karriere bietet, sagt Celine Wissmann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die offizielle F\u00f6rderung des Projektes ist im Juni 2021 geendet. Die Andreas-Mohn-Stiftung arbeitet daran, damit sich einige Schulen auch nach der Corona-Pandemie wieder gegenseitig besuchen. Die Experimentalutensilien lagern auf Schloss Senden, wo ein Jugendbildungswerk entsteht. Die Utensilien k\u00f6nnen ausgeliehen werden, um auf Schloss Senden selbst oder an einem anderen Ort im EUREGIO-Gebiet einen MINT-Tag zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Celine Wissmann berichtet, dass man die Lehrer in einer Umfrage befragte, ob Interesse bei den Schulen bestehe, selbstst\u00e4ndig neue Austausche zu organisieren. Die meisten bef\u00fcrworteten dies. \u201eEs gab viele engagierte Lehrer, die sogar bereit waren, in ihrer Freizeit wieder an einem Projekttag mitzuwirken. Sie leben wirklich f\u00fcr diese Themen!\u201c, sagt sie. Selbstverst\u00e4ndlich m\u00f6chte die Andreas-Mohn-Stiftung auch in Zukunft den Schulen helfen, zum Beispiel durch die Organisation des Programms oder durch die Vermittlung von Partnerschulen, dass MINT-Lab auf Schl\u00f6ssern und in kastelen zu erleben ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Das INTERREG V A \u2013 Projekt \u201eMINT Lab auf Schl\u00f6ssern\u201c wurde finanziell unterst\u00fctzt durch die Europ\u00e4ischen Union, sowie auf deutscher Seite durch das Nieders\u00e4chsische Ministerium f\u00fcr Bundes- und Europaangelegenheiten, dem Wirtschaftsministerium des Landes NRW und auf niederl\u00e4ndischer Seite durch die Provinzen Overijssel und Gelderland.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Arbeitsmarkt in der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzregion der EUREGIO ist durch einen Fachkr\u00e4ftemangel im Bereich der naturwissenschaftlich-technischen Berufe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":98,"featured_media":34210,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[20,21],"tags":[],"class_list":["post-34225","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-start"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/98"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34225"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34225\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}