

{"id":34010,"date":"2021-07-14T18:03:00","date_gmt":"2021-07-14T15:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=34010"},"modified":"2023-12-15T00:14:29","modified_gmt":"2023-12-14T21:14:29","slug":"neue-eu-fordermittel-fur-kooperationsprojekte-in-der-deutsch-niederlandischen-grenzregion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/neue-eu-fordermittel-fur-kooperationsprojekte-in-der-deutsch-niederlandischen-grenzregion\/","title":{"rendered":"Neue EU-F\u00f6rdermittel f\u00fcr Kooperationsprojekte in der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzregion"},"content":{"rendered":"\n<p>K\u00fcrzlich wurden zwei neue Projekte genehmigt. Es handelt sich hierbei um Projekte, die sich zum einen mit dem grenz\u00fcberschreitenden Rettungsdienst und zum anderen mit Innovationen in der Lasertechnologie, die auch in der Gesundheitsversorgung eingesetzt werden k\u00f6nnen, befassen. Insgesamt werden \u00fcber 300.000 Euro in die Projekte investiert. Fast die H\u00e4lfte der Mittel wird von der EU zur Verf\u00fcgung gestellt. Zus\u00e4tzlich zu den EU-F\u00f6rdermitteln leisten die lokalen Projektpartner einen Eigenbeitrag und die INTERREG-Partner stellen Mittel zur Verf\u00fcgung. Zu diesen INTERREG-Partnern geh\u00f6ren auf niederl\u00e4ndischer Seite die Provinzen Gelderland und Overijssel sowie das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klima und auf deutscher Seite das Land Nordrhein-Westfalen. Die Bewilligung des INTERREG-Lenkungsausschusses sichert die Finanzierung der genannten Projekte bis Mitte 2022.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zukunftsorientierte Notfallversorgung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lebensbedrohliche Notf\u00e4lle machen nicht an Landesgrenzen halt. Gemeinsam mit den relevanten Akteuren im Rettungsdienst in den Grenzgemeinden wurde in den letzten Jahren bereits viel im Bereich der grenz\u00fcberschreitenden Notfallversorgung auf beiden Seiten der Grenze erreicht. So wurden bereits in dem fr\u00fcheren INTERREG-Projekt \u201cPREpare\u201c, das 2018 ausgelaufen ist, verschiedene Fallstudien erstellt, um sicherzustellen, dass Patienten trotz Landesgrenzen immer am richtigen Ort behandelt werden und das Personal in Notfallsituationen ausgetauscht werden kann. W\u00e4hrend der COVID-19-Krise traten jedoch neue Herausforderungen in der grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit auf, auf die dieses Projekt reagieren will. Ziel ist es, die Barrierewirkung der Grenze f\u00fcr die Notfallversorgung und die nachgeordnete Versorgung in der EUREGIO zu reduzieren. Die Projektpartner Acute Zorg Euregio aus Enschede und die Stadt Bocholt (Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie) wollen mit diesem Projekt eine rechtliche Grundlage f\u00fcr die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit schaffen, indem sie die Kontakte zu verschiedenen politischen Partnern und Dachverb\u00e4nden auf beiden Seiten der Grenze pflegen und intensivieren. Ziel ist es, in der EUREGIO eine integrierte Notfallversorgungsregion zu schaffen \u2013 ohne Grenzen. Der Fokus liegt auf der Weiterentwicklung von Trainingskursen im Rettungsdienst und Krankentransport, um das Personal grenz\u00fcberschreitend einsetzen zu k\u00f6nnen, damit der Rettungsdienst so schnell wie m\u00f6glich einsatzbereit ist. Dar\u00fcber hinaus wird ein nachhaltiger \u00dcbungsplan f\u00fcr die Partner der Notfallversorgung erstellt. Damit wird sichergestellt, dass gemeinsame \u00dcbungen zur Vorbereitung auf gro\u00dffl\u00e4chige Katastrophen und Ungl\u00fccke durchgef\u00fchrt werden. F\u00fcr die Umsetzung dieser Pl\u00e4ne steht ein Budget von 134.130 \u20ac zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Generierung von antiviralen Oberfl\u00e4chen mit Lasern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des nun zu Ende gegangenen INTERREG-Projekts \u201eLaser-Fertigungstechnik\u201c wurden bei der Oberfl\u00e4chenbehandlung n\u00fctzliche Nebeneffekte beobachtet. Unter anderem wurde entdeckt, dass es mit der eingesetzten Technologie m\u00f6glich ist, Oberfl\u00e4chen zu erzeugen, die der Oberfl\u00e4che eines Lotusblattes \u00e4hneln. Die Bl\u00e4tter dieser Pflanze bilden mit einem Wassertropfen einen Kontaktwinkel von mehr als 150\u00b0, so dass das Wasser nicht kleben bleibt, sondern die Tropfen leicht abfallen. Gleichzeitig tr\u00e4gt der Wassertropfen zus\u00e4tzlichen Staub ab, wodurch sich die Bl\u00e4tter sozusagen selbst reinigen. Bis zu einem gewissen Grad kann dies auch mit Bakterien oder Viren funktionieren. Durch die aktuelle Pandemie ist diese Entdeckung auf besonderes Interesse gesto\u00dfen und wird vom Laserzentrum der Fachhochschule M\u00fcnster aus technisch-wissenschaftlicher Sicht und von der Firma ILT Fineworks BV aus Enschede in Bezug auf ihre praktische Anwendung n\u00e4her untersucht. Durch diese deutsch-niederl\u00e4ndische Zusammenarbeit k\u00f6nnen unterschiedliche Sichtweisen ber\u00fccksichtigt und Probleme auf verschiedene Weise angegangen werden. So werden die Chancen der grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit optimal genutzt. In dem Projekt wird gemeinsam an der Weiterentwicklung von Lasertechniken gearbeitet, die eine neutrale, unbehandelte Oberfl\u00e4che stark wasserabweisend machen k\u00f6nnen. Die dadurch entstehenden feuchtigkeitsabweisenden Effekte haben Einfluss darauf, wie gut Mikroorganismen und Viren an der Oberfl\u00e4che haften. Mittels Laserstrahlung kann die Oberfl\u00e4che verschiedener Materialien, wie z.B. Einkaufswagen oder T\u00fcrgriffe, direkt behandelt werden, ohne dass eine zus\u00e4tzliche Deckschicht auf das Material aufgetragen werden muss. Dadurch l\u00e4sst sich das Risiko verringern, dass Menschen durch Materialien mit Bakterien oder Viren in Kontakt kommen. F\u00fcr die Durchf\u00fchrung des Projekts haben die Partner 168.000 Euro bereitgestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich wurden zwei neue Projekte genehmigt. Es handelt sich hierbei um Projekte, die sich zum einen mit&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":99,"featured_media":34018,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[20,21],"tags":[],"class_list":["post-34010","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-start"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34010","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/99"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34010"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34010\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34010"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34010"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34010"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}