

{"id":33971,"date":"2021-12-06T17:47:00","date_gmt":"2021-12-06T14:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=33971"},"modified":"2023-12-18T07:48:51","modified_gmt":"2023-12-18T04:48:51","slug":"mehr-aufmerksamkeit-fur-die-gesundheit-am-arbeitsplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/mehr-aufmerksamkeit-fur-die-gesundheit-am-arbeitsplatz\/","title":{"rendered":"Mehr Aufmerksamkeit f\u00fcr die Gesundheit am Arbeitsplatz"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eGesundheit ist ein Megatrend\u201c, sagt Sebastian Blumentritt von der FH M\u00fcnster. Das wurde den Projektpartnern des INTERREG-Projekts \u201eHealth (Pro)Fit\u201c schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie klar. Nora Schoch, ebenfalls von der FH M\u00fcnster, hat mit dem Projektteam um Prof. Dr. Heike Englert in einem Projekt mit der Stadt Billerbeck die Erfahrung gemacht, dass den B\u00fcrger*innen ein deutlicher Bedarf und Wunsch nach Ma\u00dfnahmen zur Gesundheitsf\u00f6rderung besteht. Und nicht nur die B\u00fcrger*innen, auch die Unternehmen haben ihr Interesse an einer Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz bekundet. \u201eDeshalb haben wir zusammen mit der Universiteit Twente im Jahr 2019 einen Antrag beim regionalen Programmmanagement INTERREG eingereicht, der sich mit dem Thema Gesundheit in verschiedenen Ebenen am Arbeitsplatz befasst. Nicht nur Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Mitarbeiter*innen sondern auch f\u00fcr die F\u00fchrungskr\u00e4fte und das Managementteam der Unternehmen\u201c, erkl\u00e4rt Schoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Projekt \u201eHealth (Pro)Fit\u201c, das Teil des grenz\u00fcberschreitenden INTERREG-Programms Deutschland-Nederland ist, geht es um die Entwicklung und Umsetzung von Gesundheitsma\u00dfnahmen, die zu einem gesunden Unternehmen mit einer gesunden Unternehmenskultur f\u00fchren. Teams der Universiteit Twente und der FH M\u00fcnster betreuen acht Kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen (KMU) aus den Niederlanden und Deutschland, um zu analysieren, f\u00fcr welche Ma\u00dfnahmen in dem Unternehmen Bedarf besteht und wie diese umgesetzt werden k\u00f6nnen. \u201eEs wurden bewusst KMU\u2019s ausgew\u00e4hlt, weil sie oft keine festen Strukturen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements haben und selten auf etablierte Konzepte zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Schoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Bez\u00fcglich der Umsetzung des Projektes bei den KMU\u2019s erkl\u00e4ren Schoch und Blumentritt, dass in den Unternehmen Analyse der Ausgangssituation durchgef\u00fchrt wurden. Auf Basis der Erkenntnisse wurden Hypothesen aufgestellt und anschlie\u00dfend in gemeinsamer Abstimmung mit der Gesch\u00e4ftsleitung der KMU geeignete Ma\u00dfnahmen bestimmt. Inzwischen werden die ersten Ma\u00dfnahmen auch intern in den Unternehmen umgesetzt und k\u00f6nnen bis zum Ende der Projektlaufzeit im Fr\u00fchjahr 2022 evaluiert werden. Bei den Ma\u00dfnahmen wird darauf geachtet, dass sich diese in die vorhandenen Strukturen und laufenden Prozesse einf\u00fcgen. Beispiele f\u00fcr Ma\u00dfnahmen sind individuelle Coachings f\u00fcr Mitarbeiter*innen oder die Messung der K\u00f6rperzusammensetzung in Verbindung mit einer pers\u00f6nlichen Beratung zum gesunden Lebensstil und Ern\u00e4hrungsverhaltens. Dadurch soll das Bewusstsein f\u00fcr das Thema Gesundheit gesch\u00e4rft und ein Umdenken angeregt werden. Die Projektpartner stellen auch fest, dass Unternehmen zunehmend aktiv werden, wenn es um die Anschaffung von Ger\u00e4ten geht, die z. B. das Heben erleichtern. Auch auf individueller Ebene wird viel mit dem Begriff \u201eSelbststeuerung\u201c gearbeitet. Die Projektpartner erwarten hier noch spannende Ergebnisse, vor allem auf F\u00fchrungsebene, denn je besser man seine eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen kennt, desto besser kann man andere anleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der niederl\u00e4ndischen und der deutschen Seite der Grenze werden verschiedene Ma\u00dfnahmen getestet. \u201eDas gegenseitige Interesse der Projektpartner ist auf jeden Fall vorhanden. Es ist interessant zu sehen, welche Ergebnisse sie bei Universiteit Twente erzielen. Auch die Verbindung zwischen der FH M\u00fcnster und der Universiteit Twente ist durch unsere Zusammenarbeit viel st\u00e4rker geworden; es ist die Wissenschaft und das gemeinsame Ziel, das uns verbindet\u201c, sagt Blumentritt. In der Zukunft wollen sie auf jeden Fall wieder zusammenarbeiten, z. B. bei der Durchf\u00fchrung eines \u00e4hnlichen Projekts in einem anderen Rahmen, z. B. mit \u00f6ffentlichen Einrichtungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die deutschen und niederl\u00e4ndischen Unternehmen wurden auch in einem Expertengremium zusammengebracht, wo sie \u00fcber wichtige Gesundheitsthemen diskutierten. Es stellte sich dabei heraus, dass es manchmal Unterschiede im Umgang von deutschen und niederl\u00e4ndischen Unternehmen mit dem Thema Gesundheit am Arbeitsplatz gibt. Sebastian Blumentritt erkl\u00e4rt, dass &nbsp;ein*e Arbeitgeber*in in Deutschland sensibel daf\u00fcr ist, welche Pflichten er hat. Auch das Themenfeld Arbeitsschutz z\u00e4hlt neben der Betrieblichen Gesundheitsf\u00f6rderung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. In den Niederlanden wird damit oft flexibler umgegangen. Dennoch ist es nicht immer so schwarz-wei\u00df, denn viele Unternehmen haben ihre eigenen Regeln, die sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt haben. Dar\u00fcber hinaus wurden w\u00e4hrend der Sitzungen weitere Entwicklungen im Gesundheitsbereich deutlich. \u201eMit unserem Projekt fokussieren wir die drei Facetten k\u00f6rperliche, mentale und soziale Gesundheit und sehen, dass es heutzutage einen anderen Fokus gibt auf verschiedene Bereiche von Gesundheit. Wir sehen, dass wegen der Corona-Ma\u00dfnahmen die mentale und soziale Gesundheit mehr Aufmerksamkeit bekommen haben.\u201c berichtet Schoch. Sie sagt auch, dass zum Beispiel durch das Homeoffice die Arbeit oft mit dem Familienleben kombiniert wird, was sehr anstrengend sein kann. Es wurde auch deutlich, dass viele Mitarbeiter*innen die sozialen Kontakte mit ihren Kolleg*innen vermissten. Es wird erwartet, dass diese Aspekte in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das INTERREG VA Projekt \u201eHealth (Pro)Fit\u201d wird im Rahmen des INTERREG \u2013 Programms Deutschland-Nederland durchgef\u00fchrt und von der Europ\u00e4ischen Union, dem Wirtschaftsministerium des Landes NRW und der Provinz Overijssel finanziell unterst\u00fctzt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Bild: \u00a9 FH M\u00fcnster<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eGesundheit ist ein Megatrend\u201c, sagt Sebastian Blumentritt von der FH M\u00fcnster. 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