

{"id":33873,"date":"2022-06-21T16:53:00","date_gmt":"2022-06-21T13:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=33873"},"modified":"2023-12-18T05:19:03","modified_gmt":"2023-12-18T02:19:03","slug":"notgedrungen-eine-unverzichtbare-zusammenarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/notgedrungen-eine-unverzichtbare-zusammenarbeit\/","title":{"rendered":"Notgedrungen \u2013 eine unverzichtbare Zusammenarbeit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei dem INTERREG-Projekt \u201eZukunftsorientierte Notfallhilfe\u201c geht es um die Zusammenarbeit an der Grenze in akuten Notfallsituationen. Ein Patient muss im Notfall so schnell wie m\u00f6glich die richtige Behandlung erhalten k\u00f6nnen. Manchmal kann ein Rettungswagen aus dem Nachbarland schneller Hilfe leisten und vor Ort sein als ein Krankenwagen aus dem eigenen Land. Die Gesundheit des Patienten steht an erster Stelle, aber wegen der Grenze gibt es immer noch Herausforderungen, die es zu bew\u00e4ltigen gilt. Manchmal kann ein Rettungswagen aus dem Nachbarland schneller Hilfe leisten und vor Ort sein als ein Rettungswagen aus dem eigenen Land. Die Gesundheit des Patienten steht an erster Stelle, aber wegen der Grenze gibt es immer noch Herausforderungen, die es zu bew\u00e4ltigen gilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzregion kommt es regelm\u00e4\u00dfig vor, dass ein Patient Hilfe aus dem jeweiligen Nachbarland ben\u00f6tigt. Notfallversorgung wird immer pl\u00f6tzlich gebraucht, aber wir bewegen uns gerade in der Grenzregion st\u00e4ndig \u00fcber nationale Grenzen hinweg.&nbsp; Niederl\u00e4nder:innen tanken gerne hinter der Grenze, und an deutschen Feiertagen sind die niederl\u00e4ndischen Einkaufsstra\u00dfen voll. Um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter deutscher und niederl\u00e4ndischer Rettungsdienste in Notfallsituationen auf einander eingespielt sind und wissen, welche Protokolle zu befolgen sind, haben die Projektbeteiligten von \u201eZukunftsorientierte Notfallhilfe\u201c Schulungen ins Leben gerufen, um die Rettungsdienste mit m\u00f6glichen akuten Ereignissen vertraut zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 8. Juni trafen sich in der Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie in Bocholt Mitarbeitende aus Einsatzleitstellen und Rettungskr\u00e4fte, um sich gegenseitig kennenzulernen und verschiedene Notfallsituationen zu \u00fcben. Die Mitarbeitenden der Rettungsdienste wurden mit Simulations\u00fcbungen konfrontiert, die dazu beitragen, dass in Situationen, in denen Zeit und Ressourcen knapp sind oder der Stressfaktor sehr hoch ist, die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Die Simulations\u00fcbungen sorgen daf\u00fcr, dass sich die Mitarbeitenden ihrer eigenen Funktion und der damit verbundenen Aufgaben bewusst werden, und sie soll auch die Interaktion zwischen den beteiligten Mitarbeitenden f\u00f6rdern. Auf spielerische Art und Weise lernten sie, gemeinsam L\u00f6sungen zu finden. Die Rettungskr\u00e4fte des \u201eWitte Kruis\u201c aus den Niederlanden und des Roten Kreuzes aus Borken arbeiteten mit fiktiven 112-Notrufen, bei denen sowohl ein deutscher als auch ein niederl\u00e4ndischer Rettungsdienst am Einsatzort eintrafen. Ge\u00fcbt wurde unter anderem, wie sie gegenseitig Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnen und welche Einsatzmittel sie in bestimmten Situationen verwenden k\u00f6nnten. Die Protokolle des deutschen und des niederl\u00e4ndischen Rettungsdienstes sind nicht identisch, was in entscheidenden Momenten zu Verwirrung f\u00fchren kann, wenn Sekunden in einem Notfall \u00fcber Leben und Tod entscheiden. Nach jedem fiktiven Anruf gaben sich die Mitarbeitenden gegenseitig Feedback und tauschten Erfahrungen aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bureau Acute Zorg Euregio ist f\u00fcr das Projekt verantwortlich und engagiert sich daf\u00fcr, solche \u00dcbungen auf struktureller Basis zu organisieren. Mit solchen \u00dcbungen hatte die Organisation bereits in einem fr\u00fcheren INTERREG-Projekt, PREpare, begonnen mit dem Ziel, die Notfallhilfe und Vorbereitung auf den Katastrophen- und Krisenfall in der EUREGIO durch grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit zu verbessern. Regelm\u00e4\u00dfige Auffrischungskurse tragen dazu bei, dass zu behandelnde Personen in Notf\u00e4llen \u00fcberall im deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzgebiet sofort geholfen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Das INTERREG V-Projekt \u201cZukunftsorientierte Notfallhilfe\u201c wird von der Europ\u00e4ischen Union finanziert. Das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und die Provinzen Gelderland und Overijssel unterst\u00fctzen das Projekt ebenfalls. Das Bureau \u201eAcute Zorg Euregio\u201c und die Stadt Bocholt (Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie) sind ebenfalls am Projekt beteiligt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei dem INTERREG-Projekt \u201eZukunftsorientierte Notfallhilfe\u201c geht es um die Zusammenarbeit an der Grenze in akuten Notfallsituationen. 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