

{"id":33862,"date":"2023-01-05T16:46:00","date_gmt":"2023-01-05T13:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=33862"},"modified":"2023-12-18T02:59:38","modified_gmt":"2023-12-17T23:59:38","slug":"eine-zweite-dritte-und-vierte-chance-fur-rohstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/eine-zweite-dritte-und-vierte-chance-fur-rohstoffe\/","title":{"rendered":"Eine zweite, dritte und vierte Chance f\u00fcr Rohstoffe"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Rahmen des F\u00f6rderprogramms Interreg VI Deutschland-Nederland wurde k\u00fcrzlich das Projekt \u201eX-Lives\u201c genehmigt. Das Projekt \u201eX-Lives\u201c ist im High-Tech-Sektor angesiedelt und in diesem sollen neue Werkstoffe und Recyclingverfahren f\u00fcr insbesondere Polymere sowie Faser- und mineralische Werkstoffe entwickelt werden. Die Projektpartner, darunter der Leadpartner Netzwerk Oberfl\u00e4che NRW e. V. aus M\u00fcnster, haben festgestellt, dass in den genannten Werkstoffen nach ihrer urspr\u00fcnglichen Verwendung noch viel ungenutztes Potenzial steckt. Sie erwarten, mit diesem Projekt den aktuellen Stand der Technik in der Grenzregion \u00fcbertreffen zu k\u00f6nnen. Deshalb wird in mindestens 20 Teilprojekten untersucht, wie die Werkstoffe in unserer Fertigungsindustrie intelligenter genutzt werden k\u00f6nnen, wie sie ohne Qualit\u00e4tsverlust recycelt werden k\u00f6nnen und wie ihre Lebensdauer in Form von aufbereiteten Produkten verl\u00e4ngert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>In der heutigen Gesellschaft muss zu einer Kreislaufwirtschaft \u00fcbergegangen werden, damit Rohstoffe erhalten bleiben und der CO2-Aussto\u00df in Zukunft reduziert wird. Das wird durch den Europ\u00e4ischen Green Deal und das Pariser Klimaabkommen vorgeschrieben. Die Umstellung erfordert eine neue Denkweise in Bezug auf die Wirtschaft und die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von den Rohstoffen bis hin zum Recycling sowie der R\u00fcckgabe von ausgedienten Produkten. Das Projekt \u201eX-Lives\u201c m\u00f6chte einen wichtigen Impuls geben, um Organisationen in der Grenzregion zu stimulieren, auf eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft umzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Projektlaufzeit werden Werkstoffe aus Polymeren, Fasern und Mineralien ausgiebig unter die Lupe genommen. Ziel des Projekts ist es, diese Materialien so lange wie m\u00f6glich in einem Kreislauf zu halten. F\u00fcr die einzelnen Materialien ist es aus verschiedenen Gr\u00fcnden notwendig geworden, die Auswirkungen auf die Umwelt zu begrenzen. Die Gewinnung und Verarbeitung von prim\u00e4ren Rohstoffen verursacht die H\u00e4lfte der weltweiten Treibhausgas-Emissionen und den Verlust der Artenvielfalt. Hinzu kommt, dass die fossilen Brennstoffe, aus denen u. a. Polymere hergestellt werden, immer knapper werden. Ein weiterer Nachteil von Fasern, wie z.B. Baumwolle, besteht darin, dass sie haupts\u00e4chlich au\u00dferhalb Europas angebaut werden und einen langen Weg zur\u00fccklegen m\u00fcssen, bevor sie ihren endg\u00fcltigen Bestimmungsort erreichen. Zudem werden Faserstoffe daf\u00fcr kritisiert, dass sie schwer zu recyceln sind. Dieses Problem besteht auch bei Mineralien. Mineralien, wie z. B. Gips, werden im Bauwesen verwendet, aber oft nur als F\u00fcllstoff in Bergwerken wiederverwendet. Deshalb werden die Projektpartner sich auf die Suche nach anderen Verwendungsm\u00f6glichkeiten begeben, um die Restmineralien auch in der Bauindustrie wiederverwenden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die im Rahmen des Projekts entwickelten zirkul\u00e4ren Produkte, Verfahren und Dienstleistungen werden, je nach M\u00f6glichkeit, von den Partnern nach Projektende auf den Markt gebracht. Sie wichtig, um den Umstieg zu einer Kreislaufwirtschaft zu f\u00f6rdern. Die Gesamtinvestitionen f\u00fcr dieses Projekt belaufen sich auf 7.356.855 \u20ac, wovon etwa 40 % aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung stammen. Das Projekt l\u00e4uft im Fr\u00fchjahr 2026 aus.<\/p>\n\n\n\n<p>X-Lives ist ein Projekt, das in einem offenen Projektteil Mittel f\u00fcr KMU zur Verf\u00fcgung stellt, die konkrete Ideen f\u00fcr eine ressourceneffiziente Wirtschaft in der Praxis testen wollen. Bewerben k\u00f6nnen sich Organisationen aus dem gesamten Programmgebiet von Interreg VI Deutschland-Nederland, woraufhin gemeinsam mit den Projektpartnern die M\u00f6glichkeiten einer Teilnahme an dem Projekt gepr\u00fcft werden. Durch die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit k\u00f6nnen die KMU neue M\u00e4rkte erschlie\u00dfen und neue Handelsbeziehungen aufbauen. Die B\u00fcndelung von Ans\u00e4tzen f\u00fchrt dabei zu einem Mehrwert f\u00fcr die Grenzregion in den Niederlanden und Deutschland. Die festen Projektpartner von X-Lives sind: Netzwerk Oberfl\u00e4che NRW e. V., Billionpeople B.V., BlueXPRT BV, CTP Advanced Materials GmbH, Fachhochschule M\u00fcnster, Hochschule Niederrhein, Polymer Science Park und Vereniging Circulair Friesland.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das Interreg VI \u2013 Projekt \u201eX-Lives\u201c wird mit Mitteln aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung finanziert. Dar\u00fcber hinaus beteiligen sich die folgenden Interreg-Partner an der Finanzierung: das Nieders\u00e4chsische Ministerium f\u00fcr Bundes- und Europa Angelegenheiten, das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie NRW, das ministerie van Economische Zaken en Klimaat, die Provinzen Overijssel, Gelderland, Drenthe, Friesland, Groningen, Limburg und Nord-Brabant.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des F\u00f6rderprogramms Interreg VI Deutschland-Nederland wurde k\u00fcrzlich das Projekt \u201eX-Lives\u201c genehmigt. 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