

{"id":33800,"date":"2023-02-08T23:13:00","date_gmt":"2023-02-08T20:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=33800"},"modified":"2023-12-18T01:07:23","modified_gmt":"2023-12-17T22:07:23","slug":"groser-aufschwung-fur-die-digitalisierung-im-freizeitsektor-durch-das-interreg-v-projekt-gti-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/groser-aufschwung-fur-die-digitalisierung-im-freizeitsektor-durch-das-interreg-v-projekt-gti-2\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfer Aufschwung f\u00fcr die Digitalisierung im Freizeitsektor durch das INTERREG V \u2013 Projekt \u201eGTI 2\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das regionale Programmmanagement Interreg aus Gronau hat mit Edwin Kok als Vertreter des Leadpartners EUREGIO \u00fcber das INTERREG V \u2013 Projekt \u201eGTI 2\u201c gesprochen. Das Projekt lief vom 01.07.2019 bis 31.12.2022, um die erfolgreichen Aktivit\u00e4ten aus dem Vorg\u00e4ngerprojekt \u201eGrenzenlose Touristische Innovation\u201c weiter auszubauen und durch Ma\u00dfnahmen, die sich auf die neuesten Anforderungen und Trends des Tourismusmarktes und der Analyse relevanter \u201eBig Data\u201c beziehen, zu erg\u00e4nzen. KMU, die sich nach wie vor mit Markeintrittsbarrieren im Nachbarland konfrontiert sahen, wurden dabei mit Hilfe von ma\u00dfgeschneiderten Schulungen, Beratung und grenz\u00fcberschreitender Zusammenarbeit unterst\u00fctzt, die bestehenden H\u00fcrden zu \u00fcberwinden und die eigene Innovationsf\u00e4higkeit zu steigern. Im Interview blickt Edwin auf eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Mit welchen Organisationen habt ihr w\u00e4hrend der Projektlaufzeit zusammengearbeitet und was wolltet ihr gemeinsam im Freizeitsektor erreichen?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben mit verschiedenen regionalen Tourismusb\u00fcros in unserem Euregiogebiet zusammengearbeitet, wie Grafschaft Bentheim Tourismus, Tourismusgesellschaft Osnabr\u00fccker Land und M\u00fcnsterland e.V. auf deutscher Seite und in den Niederlanden in der Provinz Overijssel Marketing Oost und in Gelderland Achterhoek Toerisme, Bureau Toerisme, Toerisme Veluwe, Arnhem, Nijmegen und das Nederlandse Bureau voor Toerisme und Kongresse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wir arbeiteten auch mit verschiedenen Gemeinden, Stadtmarketingorganisationen, Besitzern von Campingpl\u00e4tzen und Bungalowparks zusammen; eigentlich mit jedem, der als KMU mit dem Freizeitsektor verbunden war. Sie alle konnten Gebrauch machen von den Aktivit\u00e4ten unseres Projektes \u201eGrenzenlose touristische Innovation\u201c. Die EUREGIO war bereits seit 2003 als Leadpartner f\u00fcr insgesamt 4 Tourismusprojekte verantwortlich, allesamt aus dem F\u00f6rderprogramm Interreg Deutschland-Nederland finanziert. Im Wesentlichen ging es um die Steigerung des deutsch-niederl\u00e4ndischen \u201eFreizeit\u201c-Grenzverkehrs durch Bekanntmachung von ost-niederl\u00e4ndischem Freizeitangebot bei deutschen Einwohnern und umgekehrt, mit zus\u00e4tzlich mehreren grenz\u00fcberschreitenden Themenprojekten. Im Laufe der Zeit hat sich im Freizeitsektor einiges getan, vor allem in Sachen Digitalisierung. Mit dem Projekt \u201eGTI 2\u201c hat man sich deshalb auf die fortschreitende Digitalisierung im Freizeitsektor, und wie man die dadurch entstehenden H\u00fcrden \u00fcberwinden kann, konzentriert.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\">\n<li><strong>Eure Abteilung hat sich zu einem Wissenszentrum f\u00fcr die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung und Tourismus in der Grenzregion entwickelt.&nbsp;<\/strong><strong>Mit welchen Problemen haben sich Tourismusunternehmen an euch gewandt?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Fachwissen funktionierte sozusagen \u201ccross-border\u201d; da wir Wissenszentren in Deutschland und den Niederlanden haben. Mit Fragen \u00fcber den niederl\u00e4ndischen Markt konnten die Unternehmer sich an unsere deutschen Experten wenden; mit Fragen \u00fcber den deutschen Markt an unsere niederl\u00e4ndischen Experten. Beiderseits der Grenzen gab es \u201edicke\u201c Reporte \u00fcber den Freizeitsektor, allerdings in der jeweiligen Landessprache. Das Projekt \u201eGTI 2\u201c hat aus diesen B\u00fcchern eine zweisprachige Zusammenfassung erstellt und die daraus erhaltenen Informationen den Unternehmern jeweils in Form von z.B. Factsheets bzw. Infobl\u00e4ttern zu verschiedenen Themengebieten, wie z.B. \u201eFahrrad\/-Wandertourist in Deutschland bzw. Niederlande\u201c zur Verf\u00fcgung gestellt. Die F\u00fclle an Daten und Wissen l\u00e4sst sich auf diese Weise leicht an Unternehmer weitergeben, die oft nicht die Zeit haben, gro\u00dfe Textmengen zu lesen. Wir haben weiterhin grenz\u00fcberschreitende Seminare\/Veranstaltungen durchgef\u00fchrt, damit sich deutsche und niederl\u00e4ndische Unternehmer aus dem Freizeitsektor miteinander austauschen konnten, so dass jeder mit neuen Erkenntnissen\/Erfahrungen nach Hause gefahren ist. Aber es wurden auch Einzelberatungen durchgef\u00fchrt, da manche Fragen sehr spezifisch waren und man diese so besser beantworten und auch dazu beraten konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmer konnten f\u00fcr eine geplante Verbesserung der Qualit\u00e4t ihres Internetauftritts f\u00fcr das Nachbarland eine F\u00f6rderung erhalten, in dem sie eine deutschsprachige Website f\u00fcr niederl\u00e4ndische bzw. auf Niederl\u00e4ndisch f\u00fcr deutsche Unternehmer entwickelten oder andere digitale Qualit\u00e4tsverbesserungen f\u00fcr Besucher aus dem Nachbarland, z. B. eine digitale Audiotour oder eine Social-Media-Kampagne. Diese Vorhaben wurden mit 50 % Zuschuss gef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\">\n<li><strong>Wie habt ihr daf\u00fcr gesorgt, dass der Tourismus in der Grenzregion angekurbelt wurde? Und wurde dies durch aktuelle Ereignisse, wie z.B. die Corona-Pandemie und Nachhaltigkeit, beeinflusst?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben die Unternehmer vor allem bei der Digitalisierung im Freizeitbereich beraten, zum Beispiel beim Thema Online-Marketing. Dazu geh\u00f6rten die Auffindbarkeit im Internet, soziale Medienplattformen und Werbung f\u00fcr Veranstaltungen auf beiden Seiten der Grenze. Einige Websites niederl\u00e4ndischer Unternehmen existierten bereits in deutscher Sprache, aber man war beispielsweise nicht mit den Zahlungsmodalit\u00e4ten in Deutschland vertraut. Zum Beispiel hat ein Familienvater mit 5 Kindern erst, nachdem er s\u00e4mtliche Daten seiner Familienmitglieder im Reservierungsteil eingegeben hat und zum Bezahlmen\u00fc weitgeleitet wurde, festgestellt, dass er die Reservierung nur per \u201eIdeal\u201c (in Deutschland nicht bekannt) bezahlen konnte und nicht mit dem ihm vertrauten \u201eSofort-Banking\u201c. Wir haben den Unternehmern dabei geholfen, alternative Bezahlmethoden anzubieten und ihre Internetpr\u00e4senz zu professionalisieren und somit bessere Chancen aufzubauen, um potentielle Kunden im Nachbarland zu erreichen und zu werben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Corona-Pandemie hat es nat\u00fcrlich keinen Sinn gemacht, Werbung zu machen. Daf\u00fcr wurden uns von Kunden sehr viele Fragen gestellt bez\u00fcglich der damaligen Regelungen in beiden L\u00e4ndern. Oft kamen Verbraucher auf uns zu, die Probleme hatten, ihr Geld erstattet zu bekommen. Meistens wurde ihnen ein Gutschein angeboten, sie h\u00e4tten jedoch lieber eine Kostenerstattung gehabt. Aufgrund von Sprachbarrieren haben wir in dieser Zeit die Rolle des Vermittlers \u00fcbernommen. Unternehmer kamen auf uns zu und haben nach Textvorschl\u00e4gen f\u00fcr deren Website gebeten, um die Verbraucher in beiden Sprachen \u00fcber die geltenden Corona-Vorschriften auf dem Laufenden zu halten. Durch unsere Zweisprachigkeit konnten wir da nat\u00fcrlich gut behilflich sein. In dieser Zeit sind wir mit Aufgaben betraut worden, die wir nicht mit eingeplant hatten. Da die Tourismusbranche sozusagen brach lag und einige Ma\u00dfnahmen w\u00e4hrend der Pandemie nicht durchgef\u00fchrt werden konnten, wurde das Projekt um 6 Monate verl\u00e4ngert. 2022 hat sich der Freizeitsektor zwar erholt, ist aber noch nicht auf dem Stand von vor der Pandemie. Viele Deutsche und Niederl\u00e4nder wollten eine Zeitlang lieber nicht in den Urlaub fliegen, sondern im eigenen oder einem Nachbarland Urlaub machen. Da die sanit\u00e4ren Anlagen w\u00e4hrend der Pandemie aber geschlossen waren, waren manche Kunden unsicher, ob sie Urlaub auf dem Campingplatz machen wollten. In den Suchmaschinen konnten wir damals einen enormen Anstieg bei der Suche nach Unterk\u00fcnften mit eigenem Bad feststellen. Deswegen haben wir den Unternehmern einige Tipps geben k\u00f6nnen, z.B. eine Investition in mehrere einzelne mobilen Sanit\u00e4ranlagen auf den Anlagen. Dadurch konnten diese Campingpl\u00e4tze tats\u00e4chlich eine Steigerung der Besucherzahlen feststellen und haben im besten Fall auch neue Kunden gewonnen.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"4\">\n<li><strong>Wenn man den Freizeitsektor zu Beginn des ersten GTI-Projekts im Jahr 2015 und heute betrachtet, was hat sich durch die Digitalisierung am meisten ver\u00e4ndert?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man \u00fcber Kulturunterschiede spricht und den deutschen und den niederl\u00e4ndischen Markt vergleicht, kann man sagen, dass die niederl\u00e4ndischen Unternehmer in Bezug auf Digitalisierung weiter waren als die Unternehmer auf deutscher Seite. Online Marketing geh\u00f6rte in den Niederlanden bereits zur Normalit\u00e4t, d.h. viele Buchungen fanden \u00fcber Online-Portale statt. Die Deutschen griffen f\u00fcr Buchungen eher zum Telefon oder schickten eine E-Mail an den Unternehmer. Da musste im Bereich Digitalisierung noch etwas passieren. Inzwischen ist es ziemlich ausgeglichen. Das Projekt \u201eGTI 2\u201c hat da nat\u00fcrlich einen gro\u00dfen Beitrag durch Schulungen, etc. geleistet. Nat\u00fcrlich hat auch die Corona-Pandemie etwas dazu beigetragen, da die Unternehmer in beiden L\u00e4ndern noch mehr in Richtung Online Marketing denken mussten. In Deutschland hat dadurch ebenfalls ein Wandel stattgefunden.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"5\">\n<li><strong>Kannst du ein Beispiel f\u00fcr ein konkretes Ergebnis nennen, das ihr in den letzten Jahren erzielt habt und auf das ihr besonders stolz seid?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein sehr sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr ein tolles Ergebnis ist die Website \u201eHolland campings.de\u201c. Wir haben festgestellt, dass nur eine Handvoll niederl\u00e4ndische Campingpl\u00e4tze auf dem deutschen Markt sehr aktiv waren. Es gab zwar Annoncen im ADAC-Campingatlas, aber keine direkte Zusammenarbeit und die Website war auch nicht f\u00fcr deutsche Kunden eingerichtet. Wir haben dann 10 niederl\u00e4ndische Campingplatzinhaber, die keiner Kette angeh\u00f6rten, zu einem Gespr\u00e4ch eingeladen. In dem Gespr\u00e4ch hat sich herausgestellt, dass die Campingpl\u00e4tze in der Achterhoek (mit 20 %) wesentlich mehr deutsche Besucher verzeichneten als die in Overijssel (0,01 %). Man entschloss sich also, eine Zusammenarbeit in Angriff zu nehmen. Dieses Vorhaben wurde dann auch durch eine F\u00f6rderung aus dem GTI 2-Projekt von 50 % im ersten Jahr, im zweiten 30 % und im dritten Jahr 15 % unterst\u00fctzt. Diese Gelegenheit wurde nat\u00fcrlich mit Begeisterung genutzt, da die Deutschen in der niederl\u00e4ndischen Nebensaison aufgrund der unterschiedlichen Ferienzeiten und Feiertage einen v\u00f6llig neuen Markt darstellten. Nach einem Jahr haben uns die ersten Campingpl\u00e4tze, vor allem aus Overijssel, kontaktiert und begeistert erz\u00e4hlt, dass sie ein gro\u00dfes Plus an deutschen Besuchern verzeichnen konnten. Einer von ihnen bekr\u00e4ftigte das noch mit einem Bild, auf dem eine Schlange mit Wohnwagen mit deutschen Kennzeichen vor der Schranke zu sehen war. Insgesamt konnte man sogar in den deutschen Herbstferien ca. 80 % Reservierungen aus Deutschland und im Durchschnitt ca. 20 % erreichen, sodass man teilweise schon einen Reservierungsstopp einf\u00fchren musste, um den D- und NL-Anteil auf dem Campingplatz einigerma\u00dfen im Gleichgewicht zu halten. Ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr die Campingpl\u00e4tze in der Achterhoek und Overijssel. Diese Zusammenarbeit besteht nun seit ca. 11 Jahren und bleibt weiterhin bestehen, auch ohne finanzielle Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"6\">\n<li><strong>Wie hat man die deutschen und niederl\u00e4ndischen Organisationen aus dem Tourismussektor w\u00e4hrend der Durchf\u00fchrung der Projekte zusammengebracht? Wurden z. B. Veranstaltungen organisiert?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch diverse grenz\u00fcberschreitende Unternehmens-Veranstaltungen, Schulungen, Workshops konnten diese sich sehr gut \u00fcber den Freizeitsektor jenseits der Grenze austauschen und viel voneinander lernen. Ebenso haben wir regelm\u00e4\u00dfig Newsletter verschickt, um die Unternehmer u.a. rechtzeitig \u00fcber die anstehenden Feiertage wie Fronleichnam und den Tag der Deutschen Einheit sowie Ferienzeiten in Deutschland zu informieren. So konnten sie Arrangements auf Ma\u00df anbieten und promoten sowie sich gut auf den m\u00f6glichen Ansturm vorbereiten. Andersherum haben wir auch sogenannte \u201eKonsumenten-Newsletter\u201c verschickt, um Interessierte z.B. darauf hinzuweisen, schnellstm\u00f6glich zu reservieren bzw. zu buchen, wenn ein verl\u00e4ngertes Wochenende \u00fcber die Feiertage auf einem niederl\u00e4ndischen Campingplatz geplant war oder eine besondere Veranstaltung stattfinden sollte. Wir arbeiteten sowohl im Bereich Business-to-Business als auch im Bereich Business-to-Consumer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein sch\u00f6nes Beispiel ist der einmal pro Jahr stattfindende Blumenkorso in Lichtenvoorde. Wir empfahlen den damaligen Veranstaltern, grenz\u00fcberschreitend zu werben, z. B. eine deutschsprachige Pressemitteilung an deutsche Zeitungen in der Grenzregion zu schicken, ihre Website und den Online-Ticketverkauf auf Deutsch einzurichten usw. Zudem investierten sie in einen deutschsprachigen Moderator f\u00fcr den \u201eDeutschen Treff\u201c. Durch die grenz\u00fcberschreitende Werbung kamen allm\u00e4hlich viele deutsche Tagesg\u00e4ste nach Lichtenvoorde, sogar mit vollbesetzten Bussen. Die Reaktionen der deutschen Besucher auf die gut organisierte Veranstaltung waren sehr positiv. Das konnte man auch in einer Nachrichtensendung des Omroep Gelderland sehen, der \u00fcber die vielen Deutschen auf der Veranstaltung berichtete:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VSGgQ2lEXek\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VSGgQ2lEXek<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"7\">\n<li><strong>Was hast Du pers\u00f6nlich aus der Zusammenarbeit mit deutschen Partnern und Kollegen gelernt?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe auf jeden Fall Kulturunterschiede, z.B. in Sachen Umgangsformen und auch Arbeitsweisen, festgestellt. Nur als Beispiel: Die Niederl\u00e4nder k\u00f6nnten noch einiges von der deutschen \u201cGr\u00fcndlichkeit\u201c lernen. Deshalb war es auch gut, dass wir ein deutsch-niederl\u00e4ndisches Team hatten, in dem wir unsere Qualit\u00e4ten verteilen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Sachen Digitalisierung k\u00f6nnen die Deutschen noch von den Niederl\u00e4ndern lernen, w\u00e4hrend die Deutschen wiederum in Bezug auf administrative Abrechnungen und Entscheidungsfindung punkten. In Deutschland achtet man oft noch auf die Etikette qua Kleidung, \u201eSiezen\u201c und Titel, w\u00e4hrend die Niederl\u00e4nder damit l\u00e4ssiger umgehen. Allerdings trifft es heutzutage nicht mehr ganz auf die j\u00fcngere Generation zu. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass durch die \u00dcbergabe der Campingpl\u00e4tze auf die Kinder der Besitzer z.B. die Umgangsformen in den letzten Jahren lockerer geworden sind und man schneller zum \u201eDu\u201c \u00fcbergeht, als es noch vor einigen Jahren der Fall war.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"8\">\n<li><strong>Welche M\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen in Zukunft f\u00fcr die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit im Tourismusbereich ausgesch\u00f6pft werden?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Freizeitsektor bieten sich sicher noch viele M\u00f6glichkeiten und Chancen. Die von uns erreichten Unternehmer waren wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. Noch immer sind ca. 85 % der Unternehmen und Organisationen nicht gut auf den deutschen bzw. niederl\u00e4ndischen Markt eingestellt. Nach Projektende k\u00f6nnen wir unseren derzeitigen Service f\u00fcr Unternehmer leider nicht mehr anbieten, da viele F\u00f6rdergelder wegfallen. Aber zum Gl\u00fcck bleiben die grenz\u00fcberschreitenden Marketingstrategien \u201eDas andere Holland\u201c und \u201eGeheim over de grens\u201c weiterhin bestehen und die Partner arbeiten weiterhin zusammen. Holland-Campings.de bleibt ebenfalls bestehen. Deutschland-Campings haben wir in \u201eGeheim over de grens\u201c integriert. Die F\u00f6rderung war aber nat\u00fcrlich nicht umsonst; es wurde mit den insgesamt 4 Projekten sehr viel erreicht und die Mittel sehr sinnvoll eingesetzt, wenn man sich die Entwicklung in den vielen Bereichen des Freizeitsektors anschaut. Das w\u00e4re wahrscheinlich ohne die INTERREG-F\u00f6rderung nur teilweise m\u00f6glich gewesen. Darauf d\u00fcrfen wir also durchaus stolz sein; die F\u00f6rderung der touristischen Attraktionen im Nachbarland hat viele Erfolge aufzuweisen. Auch weil der Abbau von Barrieren zwischen Niederl\u00e4ndern und Deutschen oft in der Freizeitwirtschaft entsteht, denn dort trifft man sich und kommt ins Gespr\u00e4ch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>F\u00fcr dieses Projekt stellte die Europ\u00e4ische Union eine F\u00f6rderung aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verf\u00fcgung. Des Weiteren wurde es vom Nieders\u00e4chsischen Ministerium f\u00fcr Bundes- und Europaangelegenheiten, dem Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie NRW und den Provinzen Overijssel und Gelderland unterst\u00fctzt<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das regionale Programmmanagement Interreg aus Gronau hat mit Edwin Kok als Vertreter des Leadpartners EUREGIO \u00fcber das&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":98,"featured_media":33801,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[214],"tags":[],"class_list":["post-33800","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert-2"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/98"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33800"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33800\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}