

{"id":33779,"date":"2023-05-01T22:38:02","date_gmt":"2023-05-01T19:38:02","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.deutschland-nederland.eu\/?p=33779"},"modified":"2023-12-17T23:34:44","modified_gmt":"2023-12-17T20:34:44","slug":"europa-investiert-erneut-in-deutsch-niederlandische-zusammenarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/de\/europa-investiert-erneut-in-deutsch-niederlandische-zusammenarbeit\/","title":{"rendered":"Europa investiert erneut in deutsch-niederl\u00e4ndische Zusammenarbeit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im programmweiten Lenkungsausschuss des Interreg Deutschland-Nederland Programms wurden zwei Projekte genehmigt. Der Beschluss wurde von den Interreg-Partnern gefasst, die die Ministerien und Provinzen in den Niederlanden und Deutschland vertreten. Die Projekte durchliefen ein 18-w\u00f6chiges Antragsverfahren und k\u00f6nnen nun mit der Realisierung der gesteckten Projektziele beginnen. Der Fokus beider Projekte liegt auf grenz\u00fcberschreitenden Innovationen, wobei sich das Projekt \u201eParkinson Vibrating Socks\u201c auf das Gesundheitswesen konzentriert und das Projekt \u201eTwo4C\u201c einen wichtigen Beitrag zu einem gr\u00fcneren Europa leisten wird. Insgesamt verf\u00fcgen die beiden Projekte \u00fcber ein Budget von 8.155.062 \u20ac, wovon 4.246.012 \u20ac f\u00fcr \u201eParkinson Vibrating Socks\u201c und 3.909.050 \u20ac f\u00fcr \u201eTwo4C\u201c bestimmt sind. Beide Projekte laufen bis M\u00e4rz 2027.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das regionale Programmmanagement Interreg in Gronau hat die Projektpartner beider Projekte von der Antragstellung an begleitet und bleibt auch bis zum Projektende in die Projektdurchf\u00fchrung eingebunden. Sie sind auch die ersten Ansprechpartner f\u00fcr neue Projektantragsteller. Die Kontaktdaten aller regionalen Programmmanagements von Interreg Deutschland-Nederland finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/deutschland-nederland.eu\/contact\/\">https:\/\/deutschland-nederland.eu\/contact\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-decoration:underline\">Parkinson Vibrating Socks<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Interreg VI-Projekt \u201eParkinson Vibrating Socks\u201c zielt darauf ab, das Gehen und die Mobilit\u00e4t von Menschen mit der Parkinson-Krankheit zu verbessern. Begleiterscheinungen der Krankheit sind zahlreiche motorische Symptome, wie das Zittern der H\u00e4nde oder Haltungsinstabilit\u00e4ten. Eines der beeintr\u00e4chtigendsten Symptome ist jedoch das \u201eFreezing of Gait\u201c (FOG). FOG wird beschrieben, als w\u00fcrden die F\u00fc\u00dfe pl\u00f6tzlich am Boden kleben bleiben, sodass der n\u00e4chste Schritt nicht mehr eingeleitet werden kann, was h\u00e4ufig zu St\u00fcrzen f\u00fchrt. Heutzutage wird das FOG meist mit Medikamenten behandelt, deren Wirkung jedoch schnell nachl\u00e4sst. Eine vielversprechende Alternative, die ohne Medikamente auskommt, ist das sogenannte \u201eCueing\u201c. Beim Cueing erhalten die Betroffenen einen leichten Impuls, um die Gehblockade aufzuheben. Das Gehirn wird dabei durch einen pl\u00f6tzlichen Reiz \u00fcberrascht und kann dadurch die n\u00e4chste Bewegung wieder einleiten. Der Leadpartner des Projektes, die Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster, will zusammen mit seinen Projektpartnern aus Deutschland und den Niederlanden den Prototypen eines kleinen, mit einem Sensor versehenen Ger\u00e4tes entwickeln, das Vibrationsreize sendet, wodurch es weder sicht- noch h\u00f6rbar ist. Dieses System analysiert das Schrittmuster und l\u00f6st eine Vibration aus, wenn ein FOG erkannt wird. Zus\u00e4tzlich wird eine App entwickelt, die sich mit dem Ger\u00e4t verbindet und relevante Daten f\u00fcr Parkinson-Patienten und Gesundheitseinrichtungen sammelt und leicht verst\u00e4ndlich zusammenfasst. Das System wird in umfangreichen virtuellen Realit\u00e4ten auf seine Wirksamkeit getestet, wodurch sichergestellt werden soll, dass es auch im Alltag zuverl\u00e4ssig funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Projekt verf\u00fcgt man \u00fcber ein interdisziplin\u00e4res Team innerhalb der Grenzregion Deutschland und Niederlande, das auf die verschiedenen zusammenh\u00e4ngenden Bereiche wie Hirnstimulation, Bewegungsanalyse und Alterungsforschung des Projektes spezialisiert ist. Diese B\u00fcndelung von verschiedenen Kompetenzen aus beiden L\u00e4ndern kann zu einer effizienten Entwicklung des geplanten Cueing-Systems f\u00fchren. Zu den Projektpartnern geh\u00f6ren: Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster, Universiteit Twente, feelSpace GmbH, MS Sherpa und die Rijksuniversiteit Groningen. Das Projekt zeigt damit auch, dass durch grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit in der EU eine L\u00f6sung f\u00fcr die Folgen von z.B. neurodegenerativen Erkrankungen, gefunden werden kann, mit denen alle Mitgliedstaaten aufgrund der demografischen Entwicklung konfrontiert sein werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-decoration:underline\">Two4C<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Thema Kreislaufwirtschaft steht ganz oben auf der politischen Agenda Europas. Mit dem Europ\u00e4ischen Green Deal streben alle Mitgliedsstaaten eine CO2-neutrale, umweltfreundliche, schadstofffreie und komplette Kreislaufwirtschaft an. Auch im Rahmen von Interreg VI haben sich Projektpartner gemeldet, die dazu beitragen wollen, denn diese Herausforderung spielt in der Wirtschaft auf beiden Seiten der Grenze eine gro\u00dfe Rolle. Die Handwerkskammer M\u00fcnster, der Landkreis Grafschaft Bentheim, Oost NL, die Stichting Kiemt, Saxion und verschiedene niederl\u00e4ndische und deutsche KMU werden zusammenarbeiten, um den Umstellungsprozess zu einer Kreislaufwirtschaft in der deutsch-niederl\u00e4ndischen Grenzregion anzuregen und die Wirtschaft dabei zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch verschiedene Projektma\u00dfnahmen wird die Entwicklung hin zu neuen Kreislaufprozessen und Gesch\u00e4ftsmodellen in KMU angeregt. Die Projektpartner gehen davon aus, dass sie w\u00e4hrend der Projektlaufzeit insgesamt 500 Unternehmen in der Grenzregion mit einem Quick Scan erreichen und ihnen so die Bedeutung der Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft bewusst machen k\u00f6nnen. Mit diesem Quick Scan k\u00f6nnen Unternehmen aus den Branchen Holz, Elektro, Kunststoffverarbeitung, Metall- und Maschinenbau sowie dem Bau- und Ausbaugewerbe herausfinden, wo sie derzeit in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft stehen und wo Verbesserungen m\u00f6glich sind. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen sie Verbindung zu einer Wissenseinrichtung, einem Lieferkettenpartner oder anderen \u00e4hnlichen Unternehmen kn\u00fcpfen und mit ihnen eine Partnerschaft eingehen. In dieser Partnerschaft werden eigene Projekte auf den Weg gebracht, die sich unter anderem mit der effizienten Nutzung von Ressourcen, der Umstellung der Materialverwendung auf einen kreislauforientierten Ansatz und der weitestgehendsten Reduzierung von Abf\u00e4llen befassen. In Schulungen lernen die Unternehmen die Gestaltungsprinzipien und Gesch\u00e4ftsmodelle der Kreislaufwirtschaft kennen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sie diese direkt in konkrete Pl\u00e4ne f\u00fcr ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen \u00fcbernehmen. Ferner werden Tutorials f\u00fcr KMU zu verschiedenen aktuellen Themen zur Verf\u00fcgung gestellt. Durch diese Tutorials k\u00f6nnen Unternehmen zus\u00e4tzliche wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die es ihnen erm\u00f6glichen, kreislauforientierter zu werden. M\u00f6gliche Themen f\u00fcr diese Tutorials sind u.a. Finanzierung, Gesetze und Vorschriften, zirkul\u00e4re Gesch\u00e4ftsmodelle, zirkul\u00e4re Innovationen oder grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-decoration:underline\">Interreg-Finanzierung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Interreg-Mittel stammen aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung (EFRE). Mit der Genehmigung der oben genannten Projekte flie\u00dfen 3.262.287 \u20ac aus diesem Fonds in die deutsch-niederl\u00e4ndische Zusammenarbeit. Dar\u00fcber hinaus leisten die Interreg-Partner einen Kofinanzierungsbeitrag in H\u00f6he von 1.398.125 \u20ac. Dabei handelt es sich um deutsche und niederl\u00e4ndische Ministerien und Provinzen, darunter das Ministerie Economische Zaken en Klimaat und die Provinzen Overijssel, Gelderland, Flevoland, Drenthe, Friesland und Groningen auf niederl\u00e4ndischer Seite und auf deutscher Seite das Nieders\u00e4chsische Ministerium f\u00fcr Bundes- und Europaangelegenheiten und das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie NRW. Die Projektpartner leisten dar\u00fcber hinaus einen Eigenbeitrag von 3.494.650 \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im programmweiten Lenkungsausschuss des Interreg Deutschland-Nederland Programms wurden zwei Projekte genehmigt. 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