In dem Projekt Watts in Grass!? arbeiten Technologieentwickler, landwirtschaftliche Betriebe, Wissenseinrichtungen und Cluster in der Grenzregion an der Entwicklung und Demonstration
eines innovativen Energiesystems, das Gras bzw. grasreiche Reststoffströme und
Gärreste als Ausgangsmaterial für nachhaltige Energie und hochwertige Produkte
nutzt.
In einer praktischen Demonstration auf einem landwirtschaftlichen
Betrieb werden mehrere moderne Umwelttechnologien kombiniert: Gras wird
effizienter vergoren, CO2 aus Biogas wird mit grünem Wasserstoff aus dem Gärrest in
zusätzliches Methan umgewandelt, Stickstoff wird entfernt, um die Emissionen zu
verringern, und faserreiche Reststoffe werden zu hochwertiger Biokohle
verarbeitet.
Neben der
technologischen Entwicklung konzentriert sich das Projekt auf die gesamte
Grasverarbeitungskette. Es werden die Verfügbarkeit der Stoffströme, Logistik, Gesetze und Vorschriften sowie die Marktchancen analysiert. Ein
dynamisches Prozessmodell zur Skalierung der untersuchten und demonstrierten Prozesse,
Lebenszyklusanalysen und techno-ökonomische Studien geben Aufschluss über die
Auswirkungen und die Machbarkeit und bilden die Grundlage für konkrete
Geschäftsmodelle. Die Übertragbarkeit des Vorgehens helfen Landwirten und
Unternehmen, Kreislauflösungen effektiv anzuwenden und zu erweitern.
Watts in
Grass!? fördert die Zusammenarbeit zwischen Unternehmern, landwirtschaftlichen
Betrieben und Wissenseinrichtungen, gibt den Partnern die Möglichkeit, ihre
Innovationen zu testen und sich für zukünftige Marktanforderungen nach
Auslaufen bisheriger Förderungen (u.a. EEG) vorzubereiten, und trägt zur
Emissionsreduzierung, nachhaltiger Landwirtschaft und dem Aufbau neuer Wertschöpfungsketten bei. Das Projekt liefert somit Wissen, Technologie und
praktische Erfahrungen, die die Position der Grenzregion stärken und
Perspektiven für eine breitere Anwendung in den Niederlanden, Deutschland und
darüber hinaus bieten.















