Aufgrund von Urbanisierung und Klimawandel haben die Niederlande und Deutschland mit
Dürre, Überschwemmungen, Hitzestress, verminderter Biodiversität und Schäden für Wirtschaft
und Lebensumfeld zu kämpfen. Öffentliche Grünflächen können diese Probleme erheblich
verringern und gleichzeitig das Wohlbefinden und den sozialen Zusammenhalt fördern.
Dennoch werden Grünflächen oft als „Dekorationsgrün" ohne messbare Wirkung angelegt,
wodurch die Auswirkungen auf Wasserhaushalt, Biodiversität und Klimaanpassung begrenzt
bleiben. Entscheidungen werden derzeit vor allem auf Faustregeln-Basis getroffen, was zu
falscher Bepflanzung, hohem Baumsterben und begrenztem Wachstum, hohen
Unterhaltskosten und dem Scheitern von Grünprojekten führt. Außerdem ist es derzeit nicht
möglich, Grünprojekte so zu gestalten, dass Stakeholder-Wünsche und Vorteile für Umwelt,
Natur und Umgebung optimiert werden.
Um dieses Problem zu lösen, besteht dringender Bedarf an einer integrierten, datengestützten
Lösung, die Einblick gibt in den aktuellen Zustand und die Gesundheit öffentlicher Grünflächen
sowie wie Grünflächen so (neu) gestaltet werden können, dass Ziele wie Wassermanagement,
Hitzestress-Reduzierung und Biodiversitäts-Wiederherstellung erreicht werden.
In diesem Projekt entwickelt ein niederländisch-deutsches Konsortium die erste Lösung für
Planung, Echtzeitüberwachung und Gestaltung von Grünprojekten mit realistischen
Berechnungen der zu erwartenden Auswirkungen. Darüber hinaus wird eine Wissensdatenbank
mit fundierten Richtlinien für effektives Grünflächenmanagement aufgebaut, und die
entwickelten Lösungen und Modelle werden in verschiedenen Pilotprojekten in den
Niederlanden und Deutschland praktisch getestet.
Damit schließt dieses Projekt die Lücke zwischen Potenzial und Praxis öffentlicher Grünflächen
und leistet einen messbaren, wirksamen Beitrag zur Klimaanpassung, Lebensqualität und
Biodiversität, wodurch niederländische und deutsche Innenstädte grüner und lebenswerter
werden.















