Das Interreg-Projekt „Sorgende Gemeinschaft“ entwickelt und erprobt neue Wege, wie Gemeinschaft, Versorgung und Teilhabe im ländlichen Raum zukunftsfähig gestaltet werden können. Ziel ist es, Menschen zu ermöglichen, möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld zu leben. Dabei werden bestehende Stärken der Dorfgemeinschaften mit kommunalen Strukturen sowie professionellen Angeboten aus Pflege, Gesundheit und Sozialem verbunden. Im Mittelpunkt des Projekts stehen vier Reallabore in Emsbüren, Vrees, Wilhelminaoord und Frederiksoord. Jeder Standort verfolgt einen eigenen Ansatz von Care-Management und neuen Versorgungsstrukturen über Beteiligungsprozesse bis hin zu naturbasierten Gemeinschaftsmodellen. Zusammen arbeiten die Projektpartner daran, unterschiedliche Lösungswege zu erproben und weiterzuentwickeln. Das Projekt wird vom Landkreis Emsland als Lead-Partner koordiniert. In den vier Reallaboren in Emsbüren, Vrees, Wilhelminaoord und Frederiksoord entwickeln und erproben die Projektpartner unterschiedliche Ansätze für Sorgende Gemeinschaften. Wissenschaftlich begleitet werden sie dabei von der Hochschule Osnabrück in Deutschland und der Hogeschool Viaa in den Niederlanden. Die Stichting Welzijn MensenWerk begleitet den Beteiligungsprozess und die Entwicklung der Dorfvision in Wilhelminaoord. In Frederiksoord stellt die Stichting de Proef mit ihrer Gartenbauschule den Lern- und Begegnungsort für das Reallabor bereit und bringt ihre langjährigen Erfahrungen in der Bildungs- und Gemeinschaftsarbeit ein. Als treibende Kraft hinter der Dorfvision vertritt die Dorpsbelangen Frederiksoord–Wilhelminaoord (DFW) die Interessen der Dorfgemeinschaft und stellt sicher, dass die Perspektiven der Einwohnerinnen und Einwohner aktiv in die Projektentwicklung einfließen. Die Projektpartner stehen dabei in einem kontinuierlichen Austausch. Erfahrungen werden regelmäßig zusammengeführt, reflektiert und weiterentwickelt. So entstehen Erkenntnisse darüber, welche Voraussetzungen sorgende Gemeinschaften benötigen und wie gemeinschaftliche Verantwortung, kommunales Handeln und professionelle Versorgung erfolgreich zusammenwirken können. Dabei werden Handlungsempfehlungen und übertragbare Modelle entwickelt, die auch anderen Gemeinden und Regionen Impulse für den Umgang mit dem demografischen Wandel geben können.
Unter dem link: http://www.sorgende-gemeinschaft.eu/de findet man nähere und aktuelle Informationen zum Projekt.















