Die sicherheitspolitischen und geopolitischen Entwicklungen in Europa
führen sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden zu stark steigenden
Verteidigungsinvestitionen. Obwohl die deutsch-niederländische Grenzregion über
eine starke industrielle Basis und zahlreiche Hightech-Kompetenzen verfügt,
wird dieses Potenzial in verteidigungs- und sicherheitsbezogenen
Wertschöpfungsketten noch kaum genutzt.
Aufgrund mangelnder Transparenz, begrenzter Netzwerke und nationaler
Fragmentierung haben viele regionale KMU Schwierigkeiten, sich in diesem
wachsenden Markt zu etablieren. Dadurch gehen wirtschaftliche Chancen an andere
Regionen verloren, obwohl die Grenzregion gerade im Bereich Elektronik,
Sensoren, Software, Materialien und Systemintegration über komplementäre
Stärken verfügt. Das SAFE-Projekt geht diese strukturelle Herausforderung
direkt an.
Es schafft erstmals eine gemeinsame, grenzüberschreitende Innovations-
und Wertschöpfungskettenstruktur, in der die technologischen und industriellen
Kapazitäten beider Länder systematisch sichtbar und vergleichbar gemacht
werden. Durch Unternehmensbesuche, Fallstudien, Screenings und eine digitale
Kompetenzplattform werden regionale Fähigkeiten transparent und KMU können ihre
Position gegenüber europäischen OEMs besser bestimmen. Die KMU-Toolbox bietet
konkrete Unterstützung in Bezug auf technologische Anforderungen, Marktzugang,
Regulierung und Kooperationsmöglichkeiten. Der strategische Fahrplan bietet
einen gemeinsamen Orientierungsrahmen für Unternehmen, politische
Entscheidungsträger und regionale Entwicklungsorganisationen.
SAFE baut auf früheren EU- und Interreg-Initiativen auf, geht jedoch
wesentlich weiter, indem es einen integrierten DE-NL-Rahmen schafft, der die
Fragmentierung durchbricht zur technologischen Souveränität Europas und zur strukturellen
Stärkung des Grenzgebiets beiträgt.















