Joint Support

Aufgrund der alternden Bevölkerung und des Übergewichts steigt die Zahl der Gelenkersatzoperationen in den Niederlanden und in Deutschland rapide an. Gelenkprothesen-Infektionen stellen dabei eine schwerwiegende Komplikation dar. Jährlich sind davon etwa 5.000 Patienten in beiden Ländern betroffen. Für die Patienten bedeutet dies oft langwierige Behandlungen, mehrere Operationen sowie einen Verlust an Mobilität und Lebensqualität, während die gesellschaftlichen Kosten auf etwa 150 Millionen Euro pro Jahr steigen. Dennoch werden Infektionen oft erst spät entdeckt, da die derzeitige Diagnostik langsam und weitgehend reaktiv ist.

Joint Support will dies ändern. Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und innovative KMU aus dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet bündeln ihr Fachwissen, um Infektionen im Zusammenhang mit Gelenkprothesen früher vorherzusagen und schneller zu erkennen. Das Projekt entwickelt einen datengesteuerten Ansatz, bei dem klinische Daten, Mikrobiologie und KI zusammenkommen.

Die Innovation liegt in einer leistungsstarken Kombination von Technologien, die in der Praxis noch nicht gemeinsam eingesetzt werden: KI-Modelle, die das Infektionsrisiko im Voraus vorhersagen, molekulare Diagnostik, die Bakterien innerhalb von Stunden identifiziert, und neue Detektionstechnologien, die Infektionen während der Behandlung nahezu in Echtzeit sichtbar machen

Die grenzübersteigende Zusammenarbeit ist von entscheidender Bedeutung. Durch die Kombination von Daten, Fachwissen und Infrastruktur von Krankenhäusern in den Niederlanden und Deutschland entsteht ein einzigartiger Datensatz und eine leistungsfähige Testumgebung. Dies beschleunigt Innovationen und stärkt die internationale Wettbewerbsposition von Unternehmen in der deutsch-niederländischen Grenzregion in den Bereichen Medizintechnik, Datenanalyse und Diagnostik

Joint Support verbessert so die Patientenversorgung und positioniert die Grenzregion als Vorreiter in der KI-gestützten Infektionsdiagnostik

Projektinformation

Geplante Projektkosten
3.211.399,10 €
Priorität
Ein innovativeres Programmgebiet
Projektlaufzeit
01.10.2026
 - 
30.09.2029
Lead Partner
University Medical Center Groningen (UMCG), Department of Medical Microbiology and Infection Prevention (MMBI)
Projektpartner
Bundeswehrkrankenhaus Westerstede
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
DataNorth AI B.V.
KIZMO GmbH
Klinikum Leer gGmbH
Ommelander Ziekenhuis Groningen B.V.
Pius-Hospital Oldenburg
Sabiad B.V.
Stichting Martini Ziekenhuis
Assoziierte Partner
Frisius MC
Heraeus Medical GmbH
InBiome B.V.
Isala
Klinikum Oldenburg AöR
MicroGen Diagnostics, LLC (MicroGenDX®)
Sint Maartenskliniek (SMK)
Universitätsklinikum Münster

Projektfinanzierung

EFRE / EFRO
1.684.690,75 €
Land Niedersachsen
93.593,88 €
Ministerie EZK
93.593,84 €
Provincie Groningen
0,00 €
Bundeswehrkrankenhaus Westerstede
62.457,50 €
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
151.228,98 €
DataNorth AI B.V.
152.722,50 €
KIZMO GmbH
155.627,50 €
Klinikum Leer gGmbH
49.385,00 €
Ommelander Ziekenhuis Groningen B.V.
34.860,00 €
Pius-Hospital Oldenburg
296.891,00 €
Sabiad B.V.
153.448,75 €
Stichting Martini Ziekenhuis
34.860,00 €
University Medical Center Groningen (UMCG), Department of Medical Microbiology and Infection Prevention (MMBI)
248.039,40 €
Sie haben eine Projektidee oder eine konkrete Frage zum Interreg-Programm Deutschland-Nederland?
Füllen Sie dieses Formular aus und unsere Spezialisten werden sich mit Ihnen in Verbindung setzen.
Wir helfen Ihnen gerne weiter! Auch für Vorschläge sind wir offen!

Google reCaptcha: Ungültiger Website-Schlüssel.

Partner

Socials

Wir in den sozialen Medien