Aufgrund der alternden Bevölkerung und des Übergewichts steigt die Zahl der Gelenkersatzoperationen in den Niederlanden und in Deutschland rapide an. Gelenkprothesen-Infektionen stellen dabei eine schwerwiegende Komplikation dar. Jährlich sind davon etwa 5.000 Patienten in beiden Ländern betroffen. Für die Patienten bedeutet dies oft langwierige Behandlungen, mehrere Operationen sowie einen Verlust an Mobilität und Lebensqualität, während die gesellschaftlichen Kosten auf etwa 150 Millionen Euro pro Jahr steigen. Dennoch werden Infektionen oft erst spät entdeckt, da die derzeitige Diagnostik langsam und weitgehend reaktiv ist.
Joint Support will dies ändern. Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und innovative KMU aus dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet bündeln ihr Fachwissen, um Infektionen im Zusammenhang mit Gelenkprothesen früher vorherzusagen und schneller zu erkennen. Das Projekt entwickelt einen datengesteuerten Ansatz, bei dem klinische Daten, Mikrobiologie und KI zusammenkommen.
Die Innovation liegt in einer leistungsstarken Kombination von Technologien, die in der Praxis noch nicht gemeinsam eingesetzt werden: KI-Modelle, die das Infektionsrisiko im Voraus vorhersagen, molekulare Diagnostik, die Bakterien innerhalb von Stunden identifiziert, und neue Detektionstechnologien, die Infektionen während der Behandlung nahezu in Echtzeit sichtbar machen
Die grenzübersteigende Zusammenarbeit ist von entscheidender Bedeutung. Durch die Kombination von Daten, Fachwissen und Infrastruktur von Krankenhäusern in den Niederlanden und Deutschland entsteht ein einzigartiger Datensatz und eine leistungsfähige Testumgebung. Dies beschleunigt Innovationen und stärkt die internationale Wettbewerbsposition von Unternehmen in der deutsch-niederländischen Grenzregion in den Bereichen Medizintechnik, Datenanalyse und Diagnostik
Joint Support verbessert so die Patientenversorgung und positioniert die Grenzregion als Vorreiter in der KI-gestützten Infektionsdiagnostik















