Das Agrobusiness hat in der deutsch-niederländischen Grenzregion eine große wirtschaftliche Bedeutung. Unternehmen
der Branche sahen einen hohen Innovationsbedarf, um Lösungen für lokale und globale Herausforderungen zu
entwickeln.
Deshalb erarbeiteten im Projekt „Agropole Innovates“ vier deutsch-niederländische Teams innovative Ansätze zur
Bewältigung der im Projekt identifizierten Herausforderungen:
1. Bewertung und Nutzung von Restströmen aus der Insektenproduktion als nachhaltige Düngemittel und
Bodenverbesserer zur Förderung der Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft,
2. Reduzierung des Einsatzes konventioneller Pflanzenschutzmittel in Baumschulen durch eine bedarfsgerechte
Anwendung, den gezielten Einsatz umweltfreundlicher Alternativen sowie die frühzeitige Erkennung von
Krankheiten und Schädlingen,
3. Entwicklung KI-gestützter, selbstlernender Algorithmen auf Basis verschiedener Sensor-, Wetter-, Betriebs- und
Monitoringdaten zur Risikobewertung von Pflanzenkrankheiten und zum Aufbau eines digitalen
Frühwarnsystems,
4. Steigerung von Tierwohl, Ressourceneffizienz und Lebensmittelsicherheit in der Schweinehaltung durch eine
umfassende Einzeltierdatenerfassung sowie die Ableitung von Erkenntnissen zu Genetik, Haltungsbedingungen
und Gesundheitsstatus.
Verbindendes Element zwischen den Innovationsprojekten war die Innovationsplattform. Sie förderte den Erfahrungs
und Wissenstransfer zwischen den Projektpartnern, mit Akteuren, die regional und überregional zu diesen Themen
forschten, sowie mit Unternehmen, die die Projektergebnisse in die Praxis überführen wollten. Dadurch wurde ein
systemischer Informationstransfer geschaffen, bei dem die Akteure der Triple Helix voneinander lernen und profitieren
konnten und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis überführt wurden.
Die Innovationsplattform stärkte die Innovationsfähigkeit der Agrobusinessbranche, indem sie den Wissenstransfer zu
zahlreichen weiteren Themen vorantrieb. Forschungs- und Bildungseinrichtungen wurden einbezogen, die Potenziale
von Studierenden genutzt sowie Unternehmen und Institutionen in den direkten Austausch gebracht. Auf diese Weise
wurde neues Wissen schneller adaptiert, und die Wissenschaft erkannte die Herausforderungen der Unternehmen noch
besser. Darüber hinaus stärkten gezielte Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung und -bindung die Unternehmen.
Gleichzeitig bilden sie auch künftig eine wichtige Voraussetzung für notwendige Veränderungen und die nachhaltige
Weiterentwicklung der Branche.















