Begleitausschuss tagte im Museum Batavialand in Lelystad

12. Juni 2026

Am 12. Juni 2026 kam der Begleitausschuss des Interreg-Programms Deutschland-Nederland im Museum Batavialand in Lelystad zusammen. Die Sitzung stand im Zeichen zweier Jubiläen: Während Interreg Deutschland-Nederland in diesem Jahr auf 35 Jahre grenzübergreifende Zusammenarbeit zurückblickt, feiert die Provinz Flevoland ihr 40-jähriges Bestehen. Als Gastgeberin der Sitzung stellte die Provinz mit dem Museum Batavialand einen besonderen Ort für den Austausch über die Zukunft der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit zur Verfügung.

Nach einem Empfang im Museum Batavialand befassten sich die Mitglieder des Begleitausschusses mit aktuellen Entwicklungen des Programms, strategischen Zukunftsfragen und verschiedenen Beschlüssen zur weiteren Umsetzung der laufenden Förderperiode.

Zu Beginn der Sitzung stellte Horizon Flevoland seine Aktivitäten im Rahmen des Interreg-Programms vor. Die Organisation unterstützt Unternehmen, Wissenseinrichtungen und weitere Akteure bei der Entwicklung innovativer grenzübergreifender Projekte und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden.

Anschließend präsentierten die Projektpartner das Interreg-Projekt CARE-FLOW. Das Vorhaben entwickelt digitale Lösungen für das Gesundheitswesen, um Patientenströme und Kapazitäten besser zu steuern und die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Rettungsdiensten beider Länder zu verbessern. Das Projekt verdeutlicht beispielhaft, wie Interreg-Projekte innovative Antworten auf gemeinsame gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln.

Darüber hinaus wurde über den aktuellen Stand des Programms berichtet, welcher positiv hervorzuheben ist. Bislang wurden 140 Projekte genehmigt, darunter 18 Kleinprojektefonds. Rund 83 Prozent der verfügbaren EFRE-Mittel sind bereits gebunden. Damit zeigt sich die weiterhin hohe Nachfrage nach grenzübergreifender Zusammenarbeit im deutsch-niederländischen Grenzraum und das große Interesse von Projektträgern, gemeinsame Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.

Im Rahmen der Sitzung wurden mehrere Beschlüsse gefasst, um die Umsetzung des Programms weiter zu vereinfachen und die verfügbaren Fördermittel möglichst effizient einzusetzen. Dazu zählen Anpassungen der Förderbestimmungen, Klarstellungen bei der Abrechnung von Personalkosten sowie Vereinfachungen bei Dokumentations- und Nachweispflichten. Darüber hinaus wurden Maßnahmen beschlossen, die eine optimale Ausschöpfung der Programmmittel unterstützen und zusätzliche Flexibilität bei der Mittelverwendung schaffen sollen.

Mit Blick auf die Zeit nach 2027 informierte sich der Begleitausschuss zudem über den Stand der Vorbereitungen für Interreg VII. Auf europäischer Ebene laufen derzeit die Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung der Kohäsionspolitik und der Interreg-Programme. Parallel dazu arbeitet eine deutsch-niederländische Entwicklungsgruppe bereits an den strategischen Grundlagen der nächsten Förderperiode. Ziel ist es, die grenzübergreifende Zusammenarbeit auch künftig wirksam zu unterstützen und den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu begegnen.

Beendet wurde die Sitzung mit einer Führung über das Gelände.

Die nächste Sitzung des Begleitausschusses findet im November 2026 statt.

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