Interreg-Projekt SPOWAR präsentiert innovative Lösungen für sauberes Wasser

4. November 2026

Wie können wir unsere Wasserressourcen besser vor Schadstoffen, Krankheitserregern und antibiotikaresistenten Bakterien schützen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Interreg Deutschland-Nederland-Projekt SPOWAR. Auf der European Water Technology Week 2026 in Leeuwarden stellten die Projektpartner ihre bisherigen Forschungsergebnisse und neue Technologien zur Wasseraufbereitung vor.

Vom 26. bis 28. Oktober 2026 fand im niederländischen Leeuwarden die European Water Technology Week (EWTW 2026) statt. Die von Wetsus, Water Alliance und CEW organisierte Konferenz brachte täglich mehr als 500 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen und innovative Lösungen rund um das Thema Wasser.

Der zweite Konferenztag bot den passenden Rahmen für die Präsentation des Interreg VI A-Projekts SPOWAR – Sustainable Protection Of WAter Resources. In vier Vorträgen gaben die Projektpartner Einblicke in ihre Forschungsarbeiten und bisherigen Ergebnisse.

Neue Ansätze für eine bessere Wasserqualität

Zum Auftakt stellte Dr. Markus Wehrl vom wfk – Cleaning Technology Institute e.V. die Ziele, Projektpartner und Forschungsansätze von SPOWAR vor.

Anschließend präsentierte Carmen Slatman-Stoffers vom Universitair Medisch Centrum Groningen (UMCG) Ergebnisse zur Untersuchung von antibiotikaresistenten Bakterien und Krankheitserregern im Abwasser. Dabei zeigte sich unter anderem, dass bestimmte Resistenzgene während der herkömmlichen Abwasserreinigung zunehmen können. Die Ursachen dafür werden weiter untersucht. Gleichzeitig arbeiten die Projektpartner an neuen Methoden, um gefährliche Viren im Wasser schneller zu erkennen und unschädlich zu machen.

Im dritten Vortrag stellten Carsten Felder vom Universitätsklinikum Bonn und Dr. ir. Mateo Mayer von Water Waves B.V. neue Möglichkeiten vor, Arzneimittelrückstände im Abwasser zuverlässig nachzuweisen und abzubauen. Dazu gehört ein innovatives UV-Reaktorsystem, das mithilfe von ultraviolettem Licht Schadstoffe abbauen kann.

Abschließend präsentierte Dr. Markus Wehrl weitere Technologien zur Wasseraufbereitung. Dazu zählen Verfahren mit flüssigem Kohlendioxid unter hohem Druck, Plasmatechnologie sowie neu entwickelte Katalysatoren. Diese Ansätze sollen dabei helfen, schädliche Mikroorganismen unschädlich zu machen und Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser zu entfernen.

Gemeinsam für sauberes Wasser

Die Vorträge zeigten, wie das Projekt SPOWAR mit unterschiedlichen Forschungsansätzen zum nachhaltigen Schutz unserer Wasserressourcen beitragen möchte. Die internationale Konferenz bot zugleich eine gute Gelegenheit, die bisherigen Ergebnisse vorzustellen und sich mit Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auszutauschen.

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