Die aktuelle
geopolitische Lage zeigt einmal mehr, warum die EU bei Energie und Rohstoffen
nicht länger von Ländern wie China, Russland oder den USA abhängig sein sollte,
sondern möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen muss. Dieser Bedarf gilt
auch für Kunststoffe, die eines der am weitesten verbreiteten Materialien in
der EU sind und heute hauptsächlich aus Asien und den USA importiert werden.
Dies bietet Chancen für die Grenzregion Deutschlands und der Niederlande mit
einer traditionell starken Kunststoffproduktion und -verarbeitung, die derzeit
zu kämpfen hat und in den letzten Jahren schrumpft.
Eine
vielversprechende Option, der Kunststoffindustrie in der Grenzregion erneut
Wachstumspotenzial zu bieten, ist der Wechsel zur Produktion von Bioplastik-PHA
aus Abfallströmen aus dem Agro-Lebensmittel-Sektor. Diese Produktion ist
unabhängig von (importiertem) Öl, gewährleistet zirkuläre Nutzung der
Abfallströme und trägt bei zur Realisierung einer CO2-armen
Wirtschaft.
Ziel dieses
Project ist sicherzustellen, dass die Projektpartner zusammen mit anderen
regionalen Partnern innerhalb von 3–5 Jahren nach Projektende eine vollständige
PHA-Wertschöpfungskette (TRL8) in der Grenzregion realisieren können. Dies
wird es der Grenzregion ermöglichen eine Pionierrolle bei der EU-Produktion von
PHA zu spielen, mit einem geschätzten Umsatz von 39,50 Milliarden Euro im Jahr
2035.
Um eine vollwertige
PHA-Wertschöpfungskette zu erreichen, konzentriert dieses Project sich auf zwei
wesentliche Dinge. Erstens zur Weiterentwicklung der Technologie zu einem
optimierten und stabilisierten Produktionsprozess (TRL7). Zusätzlich sollte die
Marktakzeptanz von PHA beschleunigt werden, indem Herstellern, Verarbeitern und
Nutzern von Kunststoffen gezeigt wird, dass PHA eine wirtschaftlich tragfähige,
technologisch skalierbare und gesellschaftlich akzeptable Alternative ist (Anhang
1). Dieses Projekt trägt somit zur Stärkung der Forschungs- und
Innovationskapazität der Grenzregion bei.















