Wie arbeiten niederländische und deutsche Organisationen bei einem Naturbrand zusammen? Und wie stimmen sie ihr Wissen, ihre Ausrüstung und ihre Vorgehensweisen aufeinander ab? Am 10. und 11. September kamen Feuerwehr, Naturverwalter und andere Organisationen aus den Niederlanden und Deutschland in Swalmen zusammen, um ihre Zusammenarbeit in der Praxis zu testen.
Am Schwimmbad in Swalmen (NL) lernten die Teilnehmer die Ausrüstung, Arbeitsweisen und Techniken der anderen bei der Bekämpfung von Naturbränden kennen. Die Gemeinde Roermond stellte das Übungsgelände zur Verfügung.
Während der Übungstage arbeiteten die Teilnehmer unter anderem mit mobilen Kommandoposten, Drohnen und Fahrzeugen für schwer befahrbares Gelände. Die Feuerwehr stellte verschiedene Methoden zum Anlegen von Haltelinien vor. Darüber hinaus zeigte die „Handcrew Zuid-Nederland“, wie mit Handwerkzeugen und ohne Löschwasser eine Haltelinie angelegt werden kann, und, wie Gegenbrände als Vegetationsbrandbekämpfungstaktik eingesetzt werden können.
Das Team „Digitale Erkundung“ zeigte außerdem, wie Drohnen aus der Luft schnell Informationen über die Lage und das Gelände liefern können. Der deutsche „Firefighter“ wurde als Beispiel für ein Fahrzeug vorgestellt, mit dem sich Naturverwalter in unwegsamem Gelände fortbewegen und eine nasse Stopplinie anlegen können.
Naturbrandbekämpfung macht nicht an der Landesgrenze Halt
Ein Naturbrand hält sich nicht an Grenzen. Deshalb ist es wichtig, dass niederländische und deutsche Organisationen sich kennen, verstehen, wie die andere Seite arbeitet, und bei Bedarf schnell zusammenarbeiten können.
Diese Zusammenarbeit geht über die reine Brandbekämpfung hinaus. Auch die Vorbeugung von Naturbränden, Ortskenntnisse und der Austausch von Informationen spielen eine wichtige Rolle. Naturverwalter können beispielsweise die Feuerwehr bei einem Einsatz mit ihren Ortskenntnissen unterstützen. Umgekehrt hilft das Wissen über die Arbeitsweise der Feuerwehr den Naturverwaltern, Entscheidungen während eines Einsatzes besser nachzuvollziehen.
Durch gemeinsame Übungen, den Austausch von Wissen und das Testen gemeinsamer Absprachen in der Praxis sind Organisationen auf beiden Seiten der Grenze besser auf Naturbrände vorbereitet.
Die Übungstage wurden von der Arbeitsgruppe „Übungen“ des Projekts Natu(u)rbrandmanagement organisiert. Alle Projektpartner waren an der Organisation beteiligt. Auch die Bosgroep Zuid-Nederland leistete einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung und Organisation der Übungstage.
Über Natu(u)rbrandmanagement
Die Kooperationsübungen sind Teil des Projekts Natu(u)rbrandmanagement. Im Rahmen dieses Projekts arbeiten Feuerwehren und Naturverwalter aus Nord-Limburg und Nordrhein-Westfalen gemeinsam daran, um das Risiko von Naturbränden zu verringern und besser in der Lage zu sein, diese zu bewältigen. Dabei geht es um die Vorbeugung von Naturbränden, den Austausch von Wissen und die Bekämpfung von Naturbränden.
Das Projekt Natu(u)rbrandmanagement läuft von Oktober 2024 bis Ende 2027 und wird im Rahmen des Interreg VI A Programms Deutschland-Nederland und von der Europäischen Union, dem MWIKE NRW und der Provinz Limburg mitfinanziert.
Weitere Informationen zum Projekt und zu den Fortschritten finden Sie auf der Projektwebsite: www.nabram.eu.















