In der euregio rhein-maas-nord sind zahlreiche internationale Fachkräfte aus der EU tätig, deren Engagement wesentlich zur wirtschaftlichen Dynamik der Region beiträgt. Neben positiven Entwicklungen existieren jedoch auch problematische Strukturen, die grenzüberschreitende Arbeitsmigration als ausbeuterisches Geschäftsmodell nutzen. Missstände wie systematische Ausbeutung und gezielte Umgehung rechtlicher Vorgaben sind weit verbreitet und erfordern entschlossenes Handeln.
Ziel des Projekts ist es, menschenunwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen zu bekämpfen, faire Beschäftigungsverhältnisse zu fördern und Betroffene wirksam zu unterstützen. Gleichzeitig sollen Täter entlang der gesamten Ausbeutungskette konsequent strafrechtlich verfolgt werden. Der Fokus liegt auf einem ganzheitlichen Ansatz, der die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Behörden, Beratungsstellen und weiteren relevanten Akteuren intensiviert.
Kernziele sind unter anderem:
• Entwicklung eines grenzübergreifenden Lagebilds
• Entwicklung nachhaltiger Ausstiegsperspektiven für besonders gefährdete Migrantengruppen
• Effektive Strafverfolgung ausbeuterischer Vermittlungsstrukturen
• Aufbau dauerhafter Kooperationsnetzwerke über nationale Grenzen hinweg
• Einführung eines qualitätsgesicherten Standards für Wohnraum
Geplante Maßnahmen umfassen:
• Vertiefung der Kooperation zwischen niederländischen und nordrhein-westfälischen Institutionen
• Ausbau von Unterstützungsangeboten für Betroffene sowie bessere Vernetzung bestehender Hilfsstrukturen
• Optimierung des Informationsaustauschs zur Stärkung der Ermittlungsarbeit
• Wissenstransfer für kommunale Akteure und Netzwerkpartner
• Strategische Weiterentwicklung der transnationalen Zusammenarbeit















