CORE – Corridor for Regional Exchange in
the Arts – ist ein gezielter Eingriff in das kulturelle System entlang des
Korridors Arnheim–Groningen–Münster–Düsseldorf.
Der
grenzüberschreitende Austausch stockt: unterschiedliche Fördersysteme, Sprache
und Logistik erschweren Zusammenarbeit. Kunstschaffende und Publikum begegnen
sich daher selten über die Grenze, obwohl Kunst gerade ermöglicht, Geschichten,
Werte und Zukunftsperspektiven zu teilen. CORE durchbricht diese Stagnation und stärkt Vertrauen im Grenzraum.
Vier unabhängige
Produktionshäuser – Theater aan de Rijn, Grand Theatre, Theater im Pumpenhaus
und FFT Düsseldorf – bilden einen gemeinsamen Verbund. Als Häuser der freien
Szene arbeiten sie mit mobilen Compagnien und aus Künstler*innen, die in wechselnden
Kontexten agieren und deren physische und performative Sprachen
grenzüberschreitend gut funktionieren.
Wir arbeiten in
einer Region, deren Geschichte von Austausch geprägt ist: vom Westfälischen
Frieden (1648) über das Groninger Ontzet (1672) und den Wiederaufbau Arnheims
bis zu heutigen wirtschaftlichen Verflechtungen. Vor diesem Hintergrund
entsteht eine nachhaltige, wechselseitige Kooperation.
CORE beruht
auf drei Säulen:
• Forschung: mehrwöchige R&D-Residenzen, Workshops und Labs in DE–NL-Tandems.
• Präsentation: grenzüberschreitende Spielserien unter dem Label CORE Live, ergänzt
durch Kontextprogramme.
• Wissensaustausch: Peer-Learning, Crew-Shadowing und Team-Labs, in denen Arbeitsweisen und
Publikumsstrategien beider Länder verbunden werden.
Bürger*innen werden
über offene Proben, Ko-Kreationen, Artist Talks und Präsentationen einbezogen;
Kunstschaffende entwickeln sich künstlerisch wie organisatorisch weiter;
Institutionen schaffen eine gemeinsame Praxis über Grenzen hinweg.
Ergebnis: bessere Entwicklungschancen für
Kunstschaffende, mehr kulturelle Teilhabe und ein dauerhaftes DE-NL-Netzwerk,
das über 2029 hinaus wirkt.















