Die Corona-Pandemie, Überschwemmungen und Cyberangriffe
haben gezeigt, wie schnell Krankenhäuser an ihre Grenzen kommen. Oft sind es
nicht große Geräte, die fehlen, sondern kleine, aber lebenswichtige Bauteile
wie Adapter, die Beatmungsgeräte mit Schläuchen verbinden. Fällt ein solches
Teil aus, kann ein Patient nicht beatmet werden. Besonders kleinere
Krankenhäuser sind betroffen, da sie weniger Vorräte haben. Diese Probleme
betreffen Deutschland wie auch die Niederlande. Unterschiedliche Abläufe führten
dazu, dass gegenseitige Hilfe Zeit kostete, die in Krisen nicht vorhanden ist.
Das Projekt ResilientIS sorgt dafür, dass Krankenhäuser im
D-NL Grenzgebiet auch in Krisenzeiten sicher versorgt sind. Dafür entsteht ein
Netzwerk, in dem Kliniken, Hochschulen, Unternehmen und Behörden
zusammenarbeiten. Gemeinsam werden die wichtigsten Teile benannt und
standardisierte Vorlagen erstellt, damit diese bei Engpässen vor Ort unter standortspezifischen Voraussetzungen hergestellt werden
können. Krankenhäuser können so innerhalb weniger Stunden ein geprüftes
Ersatzteil selbst produzieren, anstatt wochenlang auf Lieferungen zu warten.
In ausgewählten Kliniken wird erprobt, wie die Verfahren im
Alltag und im Krisenfall angewendet werden können. Schulungen sorgen dafür,
dass das Wissen breit verankert wird und nicht an einzelne Standorte gebunden
bleibt. Damit entsteht ein belastbares Netzwerk. Deutsche und niederländische
Partner erarbeiten und nutzen Regeln gemeinsam, teilen Kapazitäten und greifen
auf dieselben Daten zu, ohne die jeweilige Verantwortung für Herstellung und
Anwendung zu ersetzen.
So können auch ländliche Einrichtungen genauso schnell
handeln wie große Zentren. Behandlungen bleiben planbar, Patienten werden nicht
unnötig verlegt, und die Versorgung wird im gesamten D-NL Grenzgebiet stabiler.
ResilientIS schafft Strukturen, die dauerhaft wirken und einen direkten Beitrag
zu einem widerstandsfähigeren Gesundheitssystem in Deutschland und den
Niederlanden leisten.
ResilientIS
Projektinformation
Geplante Projektkosten
4.277.374,60 €
Priorität
Zusammen an einem verbundenen Grenzgebiet arbeiten
Projektlaufzeit
01.06.2026
-
31.05.2029
Lead Partner
Universitätsklinikum Münster
Projektpartner
Baat Medical Products B.V.
CONDOR MedTec GmbH
Demcon Germany GmbH
FH Münster University of Applied Sciences
Hochschule Emden Leer
InnoCoding GmbH
Klinikum Osnabrück GmbH
Medisch Spectrum Twente
Oceanz 3D Medical Models B.V.
Qualified AM GmbH
Radboud universitair medisch centrum / Radboudumc
Universiteit Twente
Projektfinanzierung
EFRE / EFRO
2.075.021,73 €
Land Niedersachsen
81.229,50 €
MWIKE NRW
363.417,87 €
Provincie Gelderland
264.760,01 €
Provincie Overijssel
179.887,38 €
Demcon Germany GmbH
130.873,95 €
FH Münster University of Applied Sciences
113.388,37 €
Hochschule Emden Leer
79.640,37 €
InnoCoding GmbH
135.776,49 €
Klinikum Osnabrück GmbH
60.798,28 €
Medisch Spectrum Twente
61.050,28 €
Oceanz 3D Medical Models B.V.
78.584,37 €
Radboud universitair medisch centrum / Radboudumc
248.192,35 €
Universitätsklinikum Münster
262.849,10 €
Universiteit Twente
141.904,55 €
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